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Zuletzt aktualisiert: 04.05.2009 um 17:57 UhrKommentare

Glögglhof: Schandfleck soll nun abgerissen werden

Schon bald könnte der Komplex der ehemaligen Stallungen und Gesindewohnungen des Glögglhofes in Trofaiach dem Erdboden gleich sein.

Der Gebäudekomplex an der Grenze zwischen Trofaiach und Hafning ist in einem schlechten Zustand

Foto © Andrea SeebacherDer Gebäudekomplex an der Grenze zwischen Trofaiach und Hafning ist in einem schlechten Zustand

Nun wird es ernst mit den ehemaligen Stallungen und Gesindewohnungen des Glögglhofes in Trofaiach, die direkt an der Gemeindegrenze zu Hafning liegen und so für beide Gemeinden ein echter Schandfleck sind.

Schlechter Zustand. Wie bereits mehrmals berichtet, befindet sich dieser Gebäudekomplex in äußerst schlechtem Zustand und stellte schon in der Vergangenheit immer wieder eine Gefährdung für die Allgemeinheit dar. Den Verantwortlichen der Gemeinde Trofaiach hat das schon einiges Kopfzerbrechen bereitet. Abgesehen von dringend notwendigen Arbeiten im Sinne der Sicherheit, hat Bürgermeister August Wagner auch versucht, über Banken eine Lösung für dieses Areal zu finden. Doch leider vergeblich. Wie er auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte, sei der Besitzer nach wie vor hoch verschuldet. Finanziell gebe es hier nichts zu holen.

Beseitigungsantrag. Daher hat die Stadtgemeinde Trofaiach als Baubehörde erster Instanz bereits im September des Vorjahres an den Besitzer einen Beseitigungsantrag für das Objekt geschickt, doch dieser habe sich nie gemeldet. Deshalb hat man die Sache an die Bezirkshauptmannschaft übergeben (wir berichteten).

Augenschein. Bei einem Ortsaugenschein seien auch die Verantwortlichen der BH zur Überzeugung gekommen, dass das Objekt abgerissen werden müsse, so Bürgermeister Wagner. Eine weitere Frist, die dem Besitzer eingeräumt wurde, sei nun ebenfalls verstrichen, ohne dass auf dem Areal etwas geschehen sei.

Kosten. Bezirkshauptmann Walter Kreutzwiesner bestätige am Montag, dass nun ein Bausachverständiger gerade dabei sei, die Kosten für den Abbruch zu schätzen. Aber auch bei Abbrucharbeiten gebe es die Verpflichtung zur Ausschreibung, wenn diese 100.000 Euro übersteigen. So besagt es die Bundesgesetzgebung. "Wie es jetzt aussieht, werden wir wahrscheinlich nicht ausschreiben müssen, sondern werden Anbote von mehreren Firmen einholen", so der Bezirkshauptmann. Es werde jetzt gar nicht so einfach werden, eine Firma zu finden, da die Bausaison wieder voll angelaufen sei.

Vorfinanzierung. Und wer trägt nun die Kosten für diese Arbeiten? "Vermutlich wird der Abbruch auf Kosten der Öffentlichkeit erfolgen müssen. Diese muss den Abbruch sozusagen einmal vorfinanzieren, aber wie es aussieht, wird die Öffentlichkeit wahrscheinlich auf ewig und immerdar auf den Kosten sitzen bleiben", so Kreutzwiesner. So seien die gesetzlichen Bestimmungen.

ANDREA SEEBACHER

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