Golfplatz: Zuerst Information und dann Diskussion
In der jüngsten Trofaiacher Gemeinderatssitzung waren die Parkraumbewirtschaftung und der geplante Golfplatz wichtige Themen.

Foto © APADer geplante Golfplatz sorgt in Trofaiach/Hafning für Aufregung
Wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Leoben, war die Parkraumbewirtschaftung auch im Trofaiacher Gemeinderat ein Thema. Stadtrat Mario Abl meinte, dass man die gebührenpflichtigen Parkplätze neu überdenken müsse, und Bürgermeister August Wagner erklärte, dass es einige Anfragen bezüglich Abschaffung der Gebühren gegeben habe, die seit 1995 existieren. Damals seien die Parkgebühren auch Wunsch der Wirtschaft gewesen, damit die Parkplätze nicht von Dauerparkern belegt werden. Jetzt habe sich die Situation geändert, da die Banken aus der Hauptstraße weg seien und auch einige Geschäfte. Daher seien wieder genug Parkplätze vorhanden.
Darüber nachdenken. "Durch die Belebung des Hauptplatzes hat sich auch ein neues Geschäftszentrum entwickelt und der Kundenverkehr konzentriert sich dorthin. Dieser Trend wird sich durch das Fachmarktzentrum noch verstärken. Die Parkgebühren sind überlegenswert. Allerdings müssen wir sie dann im gesamten Stadtgebiet aufheben. Bevor wir diesen folgenschweren Schritt setzen, sollten wir gut darüber nachdenken", meinte Wagner. Er forderte alle Gemeinderäte auf, ihre Meinungen schriftlich beim Stadtamtsdirektor zu deponieren. Außerdem soll es weitere Gespräche mit Bürgern, Wirtschaft und Banken geben. "Wir können hier nur gemeinsam eine Lösung schaffen", so Wagner.
Dringlichkeitsantrag. Zu Diskussionen in der Gemeinderatssitzung führte ein Dringlichkeitsantrag der KPÖ, die eine Volksbefragung zum Thema Golfplatz am Mell-Plateau forderte.
Bürgerversammlung. Finanzreferent Claus Kastner stellte den Antrag, diesen Punkt von der Tagesordnung zu nehmen, da es ohnehin Ende März eine Bürgerversammlung geben wird, und man im April bei der nächsten Gemeinderatssitzung darüber sprechen müsse. Auch VP-Gemeinderätin Astrid Zeiler konnte dem KP-Antrag nichts abgewinnen und meinte, dass die Bürger zuerst in der Bürgerversammlung informiert werden müssen und erst danach befragt werden könnten.
Kunstlandschaft. Edith Hofer, KP-Neogemeinderätin, meinte, dass mit dem Golfplatz eine Kunstlandschaft anstelle der unvergleichlichen Naturkulisse hingestellt werde und dass der Golfplatz nur eine Spielwiese für ein paar "gut Betuchte" sei.
Abwarten. Dazu Wagner: "Der erste Schritt ist jetzt die Bürgerversammlung, in der man sich ein Bild machen kann. Wir sollten diese abwarten, damit wir einmal wissen, was da kommen könnte." Er habe nichts gegen eine Bürgerbefragung, sollte eine notwendig sein, aber zuerst müsste es die Information geben. Er selbst sei weder Golfspieler noch Betreiber dieses geplanten Golfplatzes. Schließlich wurde der Dringlichkeitsantrag mit zwei Gegenstimmen der KP von der Tagesordnung genommen.







