Hiebl zeigte sich hart wie Eisen
Der Hafninger Bernhard Hiebl kämpfte sich in Kanada bei seinem ersten Ironman-Start auf Platz zwei und qualifizierte sich für Hawaii.

Foto © GEPABernhard Hiebl
Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere: Man nehme nur den jetzt in Linz lebenden Hafninger Bernhard Hiebl. Vor einem Jahr wollte er seine Triathlon-Karriere schon an den Nagel hängen, weil er keine Chance mehr auf eine Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking gesehen hatte. Jetzt lieferte er beim "Ironman Canada" die Sensation, weil er sich als Debütant auf Platz zwei kämpfte.
Nach Maß. Das Rennen in Penticton verlief nach Maß: Nach einer starken Schwimmleistung (Rang acht) zeigte Hiebl auch auf der für ihn ungewohnten Distanz von 180 Kilometern auf dem Rad eine solide Leistung und wechselte als Zehnter zum abschließenden Marathon. Zwar ist der 37-Jährige für seine Laufstärke bekannt, der Bekanntheitsgrad gründet sich aber auf die Kurzstrecke. In Kanada "explodierte" Hiebl auch im Marathon, er lief mit 2:53 Stunden die schnellste Zeit des Tages.
Kurz entschlossen. Zum Ironman-Start hatte sich Hiebl übrigens erst wenige Wochen davor entschieden, sein großen Auftritt erfolgte dann nur drei Tage nach seinem 37. Geburtstag: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen erledigte er in 8:34 Stunden, damit war er um lediglich 4:22 Minuten langsamer als der Sieger, Bryan Rhodes (NZL).
Startplatz für Hawaii. Mit seinem zweiten Platz bei seinem allerersten Ironman-Start hat sich Hiebl auch für die Ironman-WM auf Hawaii am 11. Oktober qualifiziert. Dass er daran teilnehmen wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Die Regenerationsphase sei zu kurz, wie aus Hiebls Betreuerkreis zu hören ist.









