Mure rollte durch Siedlung
Eine große Schlammlawine richtete in der Waldrandsiedlung in St. Stefan beträchtlichen Sachschaden an, zum Glück wurde niemand verletzt.
Am Donnerstagabend gegen 21.25 Uhr ging der Alarm bei der Bezirksleitstelle in St. Michael ein, dass in St. Stefan im Bereich Waldrandsiedlung eine Mure abgegangen sei. Nach den starken Regenfällen hatte sich die Mure etwa 500 Meter oberhalb des Hauses Waldrandsiedlung 27 beim Pfarrerhubenbach gelöst: Ein Gemisch aus Erdreich, Waldboden, Steinen und Baumstümpfen überschwemmte und vermurte in Folge die Waldrandsiedlung im Bereich der Hausnummern 27 bis 41. Personen kamen keine zu Schaden.
"Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren St. Stefan, Lobming und Kaisersberg konnte Schlimmeres verhindert werden. Wenn die Mure nicht mit schwerem Gerät quasi umgeleitet worden wäre, wäre sie direkt in die Häuser gefahren. So ist sie mit einem Abstand von einigen Metern vorbeigegangen", erklärt Ronald Schlager, Vizebürgermeister von St. Stefan.
Sachschaden
Der Sachschaden, der dennoch entstanden ist, dürfte allerdings nicht unbeträchtlich sein: Carports, Schuppen und eine Schrebergartensiedlung wurden von der Schlammlawine überrollt. Auch Keller wurden teilweise überflutet. "Es sieht katastrophal aus, überall ist alles voller Schlamm, auch die Schächte der Kellerfenster sind alle bis oben hin voll. Es hat den Schlamm sogar beim Kanal herausgedrückt", meint ein Bewohner der Waldrandsiedlung. Die Freizeithütte eines Nachbarn sei gänzlich im Schlamm versunken. "Ich glaube nicht, dass von der Hütte viel über geblieben ist."








