Mittelpunkt verschoben
Das Projekt Mittelpunkts-Turm in St. Stefan ist endgültig gestorben. Das Thema Mittelpunkt soll in die Neugestaltung des Dorfplatzes einfließen.

Foto © REPRO/Schöberl
Die Pläne für den Aussichtsturm am geografischen Mittelpunkt der Steiermark im Tanzmeistergraben sind bereits seit längerer Zeit in den Schubladen verschwunden. Seit der jüngsten St. Stefaner Gemeinderatssitzung ist das Thema Mittelpunkts-Turm offenbar endgültig vom Tisch.
In einem Dringlichkeitsantrag forderte VP-Gemeindekassier Gernot Wallner, dass die Pläne für den Bau des Turmes aus budgetären Gründen ad acta gelegt werden, die dafür vorgesehenen Mittel statt dessen in die ebenfalls seit vielen Jahren geplante Neugestaltung des Dorfplatzes fließen sollen. "Bedingung dafür ist aber, dass in die Neugestaltung des Dorfplatzes das Thema Mittelpunkt der Steiermark integriert wird", betonte Wallner. Daraus würden sich zwei Vorteile ergeben: "Der Ort würde vom Mittelpunkt-Geschehen im Zentrum mehr profitieren als von einem Turm im hintersten Graben. Der zweite Vorteil wäre der budgetäre Synergieeffekt, dass zwei große Themen in ein Projekt vereint werden können", so Wallner.
Kompromiss. Letztlich einigten sich die Opposition und die SPÖ-Fraktion auf einen Kompromiss: "Im Budget waren 30.000 Euro für den Bau des Turms vorgesehen. Wir verzichten auf dieses Projekt, die dafür budgetierte Summe wird aber nicht zweckgebunden in die Neugestaltung des Dorfplatzes fließen", erklärt SP-Bürgermeister Fritz Angerer. Sehr wohl habe man einstimmig beschlossen, dass bei der Neugestaltung des Dorfplatzes das Thema Mittelpunkt der Steiermark eingebunden werden soll. "Bis Ende des Jahres werden wir unter Einbindung der Vereinsgemeinschaft Ideen sammeln und erarbeiten, wie die Neugestaltung aussehen könnte", meint Angerer.
Projektarbeit. Möglicherweise werde man die TU Graz in Form einer Projektarbeit einbinden, wie von VP-Gemeinderat Gernot Sattler vorgeschlagen. "Da müssen wir allerdings erst den Kostenpunkt erfragen." Der tatsächlichen Mittelpunkt im Tanzmeistergraben solle dennoch gut sichtbar durch eine Skulptur oder eine Schnitzerei markiert werden.








