Asfinag erntet für Lärmschutzwände Kritik
Asfinag setzt Programm gegen Verkehrslärm fort. Eine Umfrage bestätigt ihre Pläne.

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Seit Jahren lässt die Asfinag entlang der Autobahnen und Schnellstraßen mehr und mehr Lärmschutzwände errichten und bekommt dafür herbe Kritik von Autofahrern zu hören. Auch heuer hat die Autobahnengesellschaft drei Projekte im Plan - zwischen Graz-Ost und Laßnitzhöhe (A 2), bei Gratkorn (A 9) und St. Stefan ob Leoben (S 36). Fünf Millionen Euro werden dafür investiert.
Schützenswertes Wohngebiet. Einem Kritikpunkt entgegnet Viktor Geyerhofer, Geschäftsführer der Autobahn Service Gesellschaft Süd: "Wir bauen Lärmschutzwände nicht einfach in die Landschaft, wie es uns oft vorgehalten wird. Es gibt zu jeder Maßnahme ein schützenswertes Wohngebiet."
177 Autobahnkilometer Lärmschutz. Mittlerweile wurden in der Steiermark 177 Autobahnkilometer mit Lärmschutz versehen. Rückendeckung bekommt die Asfinag jetzt von Manfred Walzl, Leiter des Instituts für Schlafmedizin an der Landesnervenklinik in Graz und Lärm-Experte: "Bereits ab 30 Dezibel Dauer-Belastung können psychische Schäden wie Stress, Nervosität oder Niedergeschlagenheit entstehen."
Schutzmaßnahmen. Der Grenzwert, der entscheidend ist für den Bau von Schutzmaßnahmen, liegt bei 50 Dezibel in der Nacht. Dieser Wert ist niedrig im europäischen Vergleich, erklärt Geyerhofer. Und er pocht auf das Ergebnis einer Umfrage, die das Institut Ifes im Auftrag der Asfinag durchgeführt hat: Demnach ist Lärmschutz besser als sein Ruf. Zwei Drittel der österreichweit 1000 Befragten sehen in den Wänden die richtige Maßnahme, um Anrainer vor dem Verkehrslärm zu schützen, jeder zweite sieht weiteren Bedarf. Auch den Autofahrern sind die Wände weniger ein Dorn im Auge als angenommen: Für 70 Prozent stellen sie kein Problem dar.








