Gegen eine Ausdünnung der Regionen
Bürgermeister wollen Postschließungen nicht einfach so hinnehmen.

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"Ich bin völlig überrascht, dass das Postamt in Hieflau nun auch auf der Liste ist. Damit habe ich nicht gerechnet, bis jetzt war unser Postamt nie im Gespräch. Das hat mich ganz schön erschreckt", meinte am Dienstag Günter Auer, Bürgermeister von Hieflau. Man müsse sich nun überlegen, was man künftig machen könne, etwa mit Postpartnern.
Ländlicher Raum ausgedünnt. Kammerns Bürgermeister Karl Dobnigg war schon vorgewarnt, denn bereits im Dezember des Vorjahres wurde "sein" Postamt bestreikt und galt als gefährdet. "Wir haben schon eine Unterschriftenaktion gestartet und vorige Woche waren es schon 570 Leute, die gegen eine Schließung unterschrieben haben. Außerdem haben wir im Gemeinderat bereits eine Resolution verabschiedet", so Dobnigg. Seines Wissens habe die Post in Kammern immer gute wirtschaftliche Erfolge aufweisen können. Nur im vergangenen Jahr habe es ein kleines Minus gegeben. "Ich fordere von der Post, dass sie auf den Tisch legt, was sie ans Finanzministerium abgeliefert hat", so Dobnigg. Er möchte sich mit anderen Bürgermeistern der Steiermark zusammenschließen, denn es könne nicht sein, dass der ländliche Raum völlig ausgedünnt werde, wenn man andererseits immer wieder betont, wie wichtig die Regionen seien. Auch wie man mit den Postmitarbeitern umgehe, sei völlig unmenschlich. Auch Fritz Angerer, Bürgermeister von St. Stefan, ist erschüttert: "Wir werden das nicht so einfach hinnehmen und nichts unversucht lassen, das Postamt zu erhalten." So plane man bereits, eine Unterschriftenliste aufzulegen.








