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Zu Lichtmess werden Tage sichtbar länger
Mit Mariä Lichtmess am 2. Februar ist die Weihnachtszeit nun endgültig vorbei.

Foto © APAChristbäume haben mit dem 2. Feber endgültig ausgedient
Mit Mariä Lichtmess, einem christlichen Fest, das kommenden Dienstag, den 2. Februar, gefeiert wird, ist die Weihnachtszeit endgültig vorbei. An diesem Tag müssen die letzten Christbäume weichen und auch die Krippen werden wieder gut verpackt fürs nächste Weihnachtsfest. Der Name ließe auf ein Marienfest schließen, aber seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil geht es um die Darstellung des Herrn. "Es wird Jesus Christus als König der Welt dargestellt. Ein Licht, das die Welt erleuchtet", erklärt Dechant Maximilian Tödtling. Zu Lichtmess werden auch die Kerzen geweiht, die im Laufe des Jahres in der Kirche gebraucht werden. Aber auch jene, die Gläubige für sich zu Hause verwenden.
"Der Name Lichtmess kommt daher, dass am 2. Februar nach der Wintersonnenwende am 21. Dezember der Tag wieder um eine Stunde länger geworden ist. Dem wurde auch Rechnung getragen, indem die Dochte der Kerzen um etwa 33 Prozent gekürzt wurden", erklärt Peter Kneissl, Historiker und Volkskundler aus St. Peter-Freienstein. Vielen ist der Spruch bekannt: An Weihnachten ist der Tag um einen Muckengähner länger, zu Neujahr um einen Hahnentritt, zu Dreikönig um einen Hirschensprung und zu Lichtmess eine ganze Stunde.
Lichtmess ist auch der Stichtag für ein neues Bauernjahr, an dem die Arbeiten im Freien wieder langsam beginnen. Damit einher ging auch, dass früher Knechte und Mägde ihre Arbeitsplätze zu Lichtmess wechselten. In ländlichen Regionen, in der Süd- und Weststeiermark bringen heute noch die Lichtmessgeiger nachträgliche Neujahrswünsche und singen Lieder, die das nahe Ende des Winters verkünden. Belohnt werden diese mit den so genannten Lichtmesskrapfen.
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Kommentar
Biblischer Ursprung
Am 2. Februar feiert die Katholische Kirche 40 Tage nach Weihnachten das Fest der Darstellung des Herrn. Im Alten Testament galt eine Frau 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein und musste sich im Tempel einer Reinigung unterziehen. Außerdem galt der erstgeborene Sohn als Eigentum Gottes und musste mit einer Opfergabe ausgelöst werden.
Auch Maria und Josef brachten Jesus in den Tempel, wo er als Erlöser und Lichtgestalt erkannt wurde.
Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil wurde dabei der Marienaspekt in den Vordergrund gestellt. Seit dem Konzil die Darstellung des Herrn.




