Keine große Angst vor einem Weltuntergang
Laut Berechnungen der Maya soll am 21. 12. 2012 das Ende der Welt bevorstehen. Wir haben uns umgehört, ob und welche Vorstellung Menschen von einem Weltuntergang haben.

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Riesenwellen, die über die Menschheit schwappen, Feuer, das vom Himmel regnet oder Abgründe, die sich auftun und alles verschlingen: Bilder, die so mancher zum Thema Weltuntergang im Kopf hat. Carina Hölzl sieht das anders: "Ich nehme die Weltuntergangsprophezeiung definitiv nicht ernst. Ich glaube nicht daran, dass es ein bestimmtes Datum für das Ende der Welt gibt und mache mir deshalb auch keine Gedanken darüber. Wenn es einmal ein Aus für unsere Erde geben sollte, dann geht das sicher nicht von einem Tag auf den anderen. Ich denke, dass zuerst einmal die Weltwirtschaft zusammenbrechen könnte und daraus etwa ein Atomkrieg resultiert", meint die 24-jährige Leobenerin: "Wenn ich vom bevorstehenden Ende der Welt überzeugt wäre, würde ich mir jetzt Urlaub nehmen, und bis Dezember mein Leben genießen."
Wissenschaftlich
Aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet Dieter Binder die Möglichkeit eines Weltunterganges. "Ich glaube schon, dass es irgendwann einmal so weit sein könnte. Es ist nicht ausgeschlossen, dass etwa Meteoriten mit der Erde kollidieren, wie damals zur Zeit der Dinosaurier. Diese Lebensform ist von der Erde verschwunden, es war also eine Art Weltuntergang. Ich glaube allerdings nicht, dass das Ende nun gerade am 21. Dezember bevorsteht. Wenn ich mir den Weltuntergang vorstellen sollte, dann ist eine Variante davon, dass es die Erde sprengt, etwa durch eine Kollision. Es könnte sich aber auch das Magnetfeld ändern und die Welt in absolutes Chaos stürzen", so der Lehrer. Für den 21. Dezember habe er kein schlechtes Gefühl. "Wir werden um Mitternacht auf die Uhr schauen und feststellen, dass die Welt noch immer steht."
In Egon Höchtls Fantasie sieht der Weltuntergang so aus: "Die Häuser fallen in sich zusammen und schließlich versinkt alles im Erdboden. Grund dafür könnten Bewegungen im Erdinneren sein. Oder ich stelle mir vor, dass sich die Rotation der Erde ändert und unser Planet ins Nichts stürzt", erklärt der 86-Jährige, der nicht an den Weltuntergang am 21. Dezember glaubt.
Ausgelöst durch kosmische Einflüsse oder eine Zerstörung durch die Menschheit selbst, so sieht Philippe Seebacher aus Niklasdorf das Ende der Welt. "Dass sie aber genau am prophezeiten Tag im Dezember untergeht, daran glaube ich sicher nicht", betont der 18-Jährige. Derselben Meinung ist Brigitte Salmhofer aus Judenburg: "Nur weil das Volk der Maya seinen Kalender bis 21. Dezember 2012 berechnet hat, bedeutet das noch lange nicht das Ende der Welt. Davon bin ich hundertprozentig überzeugt. Ich mache mir nicht die geringsten Sorgen."
Features
FAKTEN
Am 21. 12. 2012 endet laut Langzeitkalender der Maya das vierte Zeitalter und bedeute somit das Ende der uns bisher bekannten Welt.
Laut Maya steigt an diesem Tag Bolan Yokte, der Gott der Totenwelt, herab.
Am selben Tag ereignet sich eine äußerst seltene Sternenkonstellation, bei der Erde, Sonne und andere Planeten unseres Sonnensystems in Konjunktion zum Äquator der Milchstraße stehe.
Diese Tatsache deuteten die Maya als Beginn eines neuen Zyklus der Zeitrechnung.







