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Zuletzt aktualisiert: 20.04.2011 um 20:30 UhrKommentare

"Will nicht mehr böses Blut"

Nach einigen persönlichen Differenzen innerhalb der Niklasdorfer ÖVP legte nun Franz Falzberger Junior sein Gemeinderatsmandat zurück.

Vor etwas mehr als einem Jahr positionierte sich die Niklasdorfer ÖVP im Gemeinderatswahlkampf neu und vollzog einen deutlichen Generationenwechsel: Seither leitet Christoph Till (29) als Ortsparteiobmann die Geschicke der VP Niklasdorf. Als Quereinsteiger kam damals Franz Falzberger Junior ins Boot.

Nun legte dieser sein Gemeinderatsmandat zurück. Aus persönlichen Gründen, wie Falzberger sagt. Darüber hinaus möchte er keinen Kommentar abgeben: "Ich will nicht, dass noch mehr böses Blut entsteht", betont Falzberger. "Die Situation zwischen Till und Falzberger war von Anfang an spannungsgeladen, das hat sich bereits im Wahlkampf im vergangenen Jahr abgezeichnet", so Gerald Wadl, VP-Bezirksgeschäftsführer.

Alphatierchen

Beide seien "Alphatierchen", meint Wadl weiter: "Bis jetzt haben wir aber das Gefühl gehabt, dass sich die zwei immer wieder zusammenraufen. Man muss aber auch sagen, dass Till offenbar noch nicht so richtig in seine politische Funktion hineingewachsen ist und mit vielen anderen Geschichten beschäftigt ist", führt Wadl aus. Man habe bis jetzt als Bezirkspartei keine Notwendigkeit gesehen, in das Geschehen innerhalb der Ortspartei einzugreifen: "Es geht um autonome Geschichten. Wir mischen uns erst ein, wenn wir gerufen werden und es gar nicht mehr anders geht."

Till meint zu Falzbergers Rücktritt: "Wir haben verschiedene Arbeitsauffassungen gehabt. Es stimmt, es hat persönliche Differenzen gegeben. Falzberger hat zwar immer mitgearbeitet, dennoch habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass wir wirklich an einem Strang ziehen." Aktuelle, schwierige Umstände in Tills Privatbereich seien wohl nicht der entscheidende Grund für den Rücktritt gewesen: "Falzberger hat die Angelegenheit ins Treffen geführt, aber ich denke, das war nur der Aufhänger für seinen Abgang." Wer Falzberger nachfolge, sei noch offen. Die besten Karten dürfte jedoch Eva Kargl haben.

ANDREAS SCHÖBERL

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