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Zuletzt aktualisiert: 24.11.2010 um 10:49 UhrKommentare

Völkl-Metallbau musste Insolvenz anmelden

Die Metallbau G. Völkl GmbH mit Sitz im obersteirischen Leoben musste am Mittwoch beim Handelsgericht Leoben Insolvenz anmelden. Die beträgt Überschuldung rund 5,2 Millionen Euro, 87 Beschäftigte sind betroffen.

Foto © Fotolia/Bilderbox

Die Überschuldung beträgt rund 5,2 Mio. Euro, wie die Kreditschützer AKV und KSV mitteilten. Betroffen sind 87 Dienstnehmer. Der vorgelegte Sanierungsplan sieht eine 30-prozentige Quote, zu bedienen binnen zwei Jahren, vor. Die Firma war in drei Unternehmensbereichen tätig: Metallbau, Blechtechnik und Tunneltechnik. Als Insolvenzursache wurde das vorsichtige Agieren von einigen Auftraggebern aufgrund der Wirtschaftskrise angegeben, wodurch die Umsätze einbrachen. Ein strategischer Partner soll bei der Sanierung helfen.

Zahl der Dienstnehmer soll verringert werden

Im Rahmen der Sanierung soll der Metallbau geschlossen, die Zahl der Dienstnehmern von 87 auf 55 verringert werden. Mit einer Verlagerung der Tätigkeit nach Niklasdorf will man Instandhaltungs-und Betriebskosten senken. Mit einem strategischen Partner, welcher auch bei der Quotenfinanzierung helfen soll, will man im Bereich der zuletzt gut gelaufenen Tunneltechnik expandieren und neue Märkte in Europa erschließen.

Die Passiva betragen rund 7,72 Mio. Euro, die Aktiva rund 2,52 Mio. Euro, woraus sich eine Überschuldung von rund 5,2 Mio. Euro ergibt. Die 1967 gegründete Metallbau Völkl unterhält neben dem Sitz in Leoben auch eine Niederlassung im nahen Niklasdorf. Anfänglich war das Unternehmen in erster Linie mit Metallbau - Stahlkonstruktionen, Portale, Balkonverbauten und Brandschutztüren - beschäftigt. Dann kam der Bereich Blechtechnik und Komponentenbau zur Fertigung von Präzisionsteile dazu. In diesen Bereichen ist der Betrieb kontinuierlich gewachsen: In Leoben wurde ein Bürogebäude sowie eine Werkstättenhalle errichtet, sowie Anfang der 1990er Jahre eine Lagerhalle für Halb- und Fertigkonstruktionen. 2006 wurde der Standort in Niklasdorf angekauft, der im Jahr 2009 als "Kompetenzzentrum für Tunnelausrüstung und Blechtechnik" einen neuen Maschinenpark erhielt.

Speziell der Tunnelbau - Sicherheitskomponenten für Verkehrtunnel - habe sich gut entwickelt, nach eigenen Angaben verfügte Völkl über einen inländischen Marktanteil von rund 90 Prozent. Im Geschäftsjahr 2008/09 habe man bei einem Umsatz von rund 5,2 Mio. Euro noch ein Gewinn 0,46 Mio. Euro gemacht. Danach schlug die Wirtschaftskrise durch: Einzelne Kunden, insbesondere auch die öffentliche Hand, verschoben Projekte bzw. sagten sie ganz ab, so die Kreditschützer. Vor allem im Metallbau habe es erhebliche Umsatzrückgänge gegeben.


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