Puma setzt für den Sprung zur Wahl an
Die erste Hürde ist gepackt: Stefan Bernhart (28) aus Niklasdorf tritt bei den Landtagswahlen mit seiner Partei für Umwelt, Mensch und Arbeit im Wahlkreis Obersteiermark an.
Weil er mit dem vorhandenen politischen Spektrum unzufrieden war, gründete Stefan Bernhart (28) aus Niklasdorf kurzerhand seine eigene Partei für Umwelt, Mensch und Arbeit (Puma). Mit dieser Partei wird der Politikwissenschafter bei den kommenden Landtagswahlen an den Start gehen. Und zwar im Wahlkreis Vier, der die Obersteiermark umfasst. Gestern reichte Bernhart bei der Bezirkshauptmannschaft Leoben die notwendigen Unterstützungserklärungen ein, die er in den vergangenen Wochen emsig gesammelt hat. "Ich hätte 200 Unterschriften gebraucht, letztlich sind es genau 222 geworden, wobei wir in den vergangenen drei Tagen noch kräftig Gas gegeben haben", erzählt Bernhart.
Hürde übersprungen
Seine Lebensgefährtin, seine Familie sowie Freunde und Bekannte hätten ihn dabei tatkräftig unterstützt, um die erste Hürde, überhaupt kandidieren zu können, zu überspringen. Puma wird nun also bei den Landtagswahlen im Wahlkreis Vier Obersteiermark auf den Wahlzetteln gelistet sein. Sein zweites Ziel, die 200 Unterstützungserklärungen auch im Wahlkreis Graz und Umgebung zu bekommen, habe er klar verfehlt: "Das war sehr schwierig, weil im Sommer fast alle Studenten entweder auf Urlaub sind oder woanders arbeiten." Und gerade beim studentischen Klientel hatte sich der junge Akademiker gute Chancen ausgerechnet. Für Bernhart und sein Team gilt es nun, die Partei mit ihren Zielen bei den potenziellen Wählern in der Obersteiermark bekannt zu machen. "Jetzt ist weiter viel Laufarbeit angesagt."
Viele Leute ärgere es, dass immer nur bei den Bürgern gespart werde: "Sparen ist notwendig, aber ich glaube, dass in der Verwaltung gerade auf Landesebene eine Menge Potenzial liegt", so Bernhart. Einige seiner konkreten Vorschläge: die Kürzung der Parteiförderungen, die Verkleinerung des Landtages, ein kleinerer und billigerer Fuhrpark für Landespolitiker und hohe Landesbeamte. "Das klingt vielleicht populistisch, ist aber notwendig und würde ein Zeichen setzen. Das so gesparte Geld könnte man in sinnvolle Vorhaben stecken, wie etwa in das Forcieren grüner Energie oder in mehr Kindergärten, die durchgehend im Sommer geöffnet haben." Auf der Ebene der Bezirkshauptmannschaften sowie Klein- und Kleinstgemeinden, die in unmittelbarer Nähe liegen, plädiert Bernhart für Einsparungen und das Nützen von Synergieeffekten.









