Hochanger-Schutzhaus bekommt neue Abwasser-Reinigungsanlage
Beim Hochanger-Schutzhaus wurde eine Abwasser-Reinigungsanlage in Betrieb genommen, die mit Diamant-Elektroden funktioniert.

Foto © APNeue Abwasser-Reinigungsanlage mit Diamant-Elektroden beim Hochanger-Schutzhaus
Abwasser auf Almhütten soll möglichst nicht in die Natur entsorgt werden, weil die Keime dort Quellen und Grundwasser schädigen können. Aber wie soll man es reinigen?
Klingt nicht nur gut. Beim Hochanger-Schutzhaus wurde jetzt von den Stadtwerken Bruck und der Niklasdorfer Firma "Pro Aqua Diamantelektroden Produktion GmbH" eine Anlage in Betrieb genommen, die dieses Problem in Zukunft lösen wird. Die Niklasdorfer Firma hat ein Prinzip entwickelt, das nicht nur gut klingt, sondern sich auch schon bewährt hat: Schon vor zwei Jahren wurde auf der Häuslalm am Hochschwab eine Anlage in Betrieb genommen, bei der direkt aus dem Abwasser Oxidationsmittel produziert werden: Die Anlage erzeugt also Chlor Ozon, Wasserstoffperoxid und andere Stoffe, die die Keime im Abwasser vernichten. Man kann das Wasser danach in die Umwelt einleiten, so die Firma. Vor dieser Desinfektion muss das Wasser allerdings in einer biologischen Kläranlage gründlich vorgereinigt werden.
Strom aus Stadtwerk. Bis zu 100 Liter pro Stunde kann die Anlage reinigen- und sie entzieht dabei dem Wasser bis zu 10 Millionen Mikroorganismen pro Milliliter. Der Strom kommt von den Stadtwerken Bruck.
Wird sich bewähren. Anlagen dieser Art - die übrigens weitgehend wartungsfrei sind - sollen künftig auch bei Einzelgehöften, Almhütten und anderen Objekten eingesetzt werden, die nicht ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen werden können. Das stark frequentierte Schutzhaus auf dem Hochanger ist jedenfalls ein Objekt, bei dem sich das Konzept auch im harten Alltags-Einsatz bewähren kann.








