Bei den Hütten ist vieles unter Dach und Fach
Spatenstich für Mugel-Schutzhaus soll im Oktober erfolgen. Auch für die Zukunft der Leobener Hütte erfolgten wichtige Weichenstellungen.
Am Mittwoch bekamen die Grundbesitzer erste Einblicke in die abgespeckten Pläne für den Neubau des Schutzhauses auf der Mugel. "Die Pläne sind vor der Fertigstellung und werden noch im Mai den zuständigen Behörden für die Bauverhandlung vorgelegt", erklärt Hans Mocharitsch, Obmann des Österreichischen Touristenklubs, Sektion Leoben-Niklasdorf. Falls keine größeren Probleme mehr auftreten, soll der Spatenstich für den Neubau Anfang Oktober erfolgen: "Heuer werden wir wohl nur mehr erste Erdarbeiten durchführen können. Im kommenden Jahr wollen wir das Haus aber mit einem straffen Zeitplan in einem Zug fertig bauen, weil bis Oktober oder November zumindest das Gasthaus und die Pächterwohnung fertig sein sollen."
Neue Pläne. Das Schutzhaus soll nach den neuen Plänen um fünf Meter kleiner werden als in den ersten Planungen gedacht: "Dadurch muss der Sendemast der Landeswarnzentrale doch nicht versetzt oder erhöht werden. Und sollte es aus irgend einem Grund doch noch notwendig werden, haben wir mittlerweile die Zusage, dass wir als ÖTK nichts dazuzahlen müssten", betont Mocharitsch. Eine Million Euro sei der Kostenrahmen für den Neubau: "Damit müssen wir auskommen, mehr Geld können wir mit Sponsoren, Eigenleistungen und Förderungen nicht aufstellen." Er habe allerdings auch schon bei einer Bank um einen Kredit angeklopft, meint Mocharitsch: "Die Förderungen bekommt man erst dann, wenn man die bezahlten Rechnungen vorweisen kann. Beim Kredit ginge es also nur um eine Zwischenfinanzierung, weil unser Ziel ist es, den Neubau ohne Schulden hinzustellen."
Einverständnis. Positives zu vermelden hat auch der Alpenverein Leoben: "Der Gesamtverein in Innsbruck hat jetzt die Grundsatzgenehmigung erteilt, dass er eine Generalsanierung oder einen Neubau der Leobener Hütte befürwortet", erklärt Renate Käfer, stellvertretende Obfrau der Sektion Leoben. Allerdings sei diese Grundsatzgenehmigung bis 2013 befristet: "Sollten wir das Projekt bis dann nicht umgesetzt haben, müssten wir neu beim Gesamtverein ansuchen." Nun gelte es, Mittel für die Leobener Hütte aufzustellen: "Wir müssen versuchen, eine groß angelegte Spendenaktion zu starten. Die Leobener Sektion muss viel Eigenmittelaufbringen", so Käfer. Neubau als auch Generalsanierung würden 650.000 Euro verschlingen.
Gespräche. Bis es zu einer Lösung kommt, soll die Leobener Hütte im Sommer bewirtschaftet werden: "Wir haben ein Gespräch mit potenziellen Hüttenpächtern geführt, wo alles gut passen würde. Damit wir wieder aufsperren können, werden wir die Heißwasseraufbereitung in der Küche installieren, um die Auflagen des Lebensmittelinspektors zu erfüllen."







