Georg Brandner an der Grenze zwischen Orient und Okzident
Der Niklasdorfer Künstler Georg Brandner ist ständig auf Achse. Die Arbeiten dieser Reisen waren jetzt in Istanbul zu sehen.
Am Sonntag endet im Österreichischen Kulturforum in Istanbul Georg Brandners Ausstellung "Brandners Reisen 2000 bis 2009". Diese war einen Monat lang zu sehen und wusste zu beeindrucken. Auch Michael Spindelegger, Österreichs Außenminister, und seine Frau besuchten die Ausstellung und der Minister war besonders vom Bild "Mann in Schwarz" angetan, wie Brandner erzählt.
Istanbul. Und wie ist der Niklasdorfer Künstler überhaupt zu dieser Ausstellung in der Türkei gekommen? "Christian Brunmayr, Direktor des Österreichischen Kulturforums in Istanbul, hat bei einer Kunstmesse einen Katalog von mir gesehen und die Arbeiten haben ihm gefallen. Daraufhin wollte er mit mir eine Ausstellung machen", erklärt Brandner. Persönlich kennen gelernt habe man sich dann erst in Istanbul. Es handelt sich hier aber nicht um eine Verkaufs-, sondern um eine reine Schauausstellung, wie Brandner betont. Schließlich geht es im Kulturforum um die Präsentation von Kulturgut und von geistigem Gut aus Österreich und um die Förderung kultureller Beziehungen zwischen Österreich und der Türkei.
Aufmerksamkeit generieren. Brandner hat in den vergangenen Monaten viele Ausstellungen gehabt und ist viel unterwegs gewesen. Das bringe schon etwas, denn man mache auf diese Art und Weise verstärkt auf sich aufmerksam. "Jetzt ist es so, dass mich Galeristen anrufen, weil sie meine Arbeiten auf Kunstmessen gesehen haben. Darunter sind wirklich hochkarätige, sehr internationale Galeristen", so Brandner. Es tue sich immer etwas und er wolle, solange er die Kraft und Energie habe, in dieser Tonart weiter machen. "Ich stecke jetzt schon wieder mitten in den Vorbereitungen für weitere Ausstellungen. Mein Stil hat eine Qualität erreicht, und er spricht die Leute an. In meinen Arbeiten stecken philosophische und kulturelle Impressionen drinnen, auch von meinen Reisen", erklärt Brandner, der seit 33 Jahren als freischaffender Künstler Vollgas gibt. Er habe in diesen Jahren viel lernen müssen, auch von seinen Kritikern. "Ich habe meinen Weg aber durchgestanden und durchgehalten", so Brandner.
Krise nicht stark spürbar. Auf die Frage, ob auch Künstler die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen, meint Brandner, dass man auf den Kunstmessen ganz zufrieden sei. "Die Leute wollen sich an der Kunst aufbauen. Sie ziehen sich wieder mehr zu Hause zurück und wollen es sich da schön machen. Sie gestalten sich ihr Umfeld schön, manchesmal wahrscheinlich auch eine Art Traumwelt. Es wird wieder mehr Geld fürs Ambiente ausgegeben und was bei der Kunst dazu kommt, ist, dass der Zeitwert der Arbeiten erhalten geblieben ist. Kunst ist nicht billiger geworden", so Brandner.







