Volles Risiko hat sich ausgezahlt
Die österreichische Meisterin in der Abfahrt kommt aus Mautern. Mit der Saison ist Tamara Tippler dennoch nicht vollauf zufrieden.
SKI ALPIN. Euphorisch klingt sich nicht, die Saisonbilanz von Tamara Tippler. Und das, obwohl die Mauternerin gerade den österreichischen Abfahrtstitel bei den Damen holte. "Die Saison war ein Auf und Ab", sagt die 20-jährige Speedspezialistin, die seit Juli im Heeressportzentrum Rif stationiert ist.
Der Saisonstart verlief noch glänzend, Anfang Dezember erhielt Tippler sogar ihre Chance im Abfahrtsweltcup. Sie belegte die Plätze 40 und 49 - und wollte gerade wieder voll motiviert im Europacup angreifen, als sie sich am Knie verletzte. "Am Heiligen Abend konnte ich nicht mehr gehen, am Christtag wurde der Meniskus geglättet. Danach gab es vier Wochen Zwangspause."
Weil es mitten in der Saison war, sei sie danach gleich wieder voll eingestiegen. Erfolgreich, wie die Ergebnisse zeigen: Bei FIS-Rennen fuhr sie aufs Stockerl, im Europacup wieder unter die Top zehn. Trotzdem war sie bei den österreichischen Meisterschaften etwas unsicher. "Am Saisonende ist es immer auch eine Kraftsache. Und es war schwierig, weil ich nach meiner Verletzung nicht locker war. Ich habe mich vor der Abfahrt aber noch einmal voll motiviert und gesagt: Hau dich einfach voll runter", erzählt Tippler.
Gesagt, getan: Und damit gelang Tippler auch ein perfekter Saisonabschluss. Dass er Motivation für die kommende Saison bringt, ist klar. Und die braucht sie auch. Das Konditionstraining soll in zwei Wochen wieder beginnen. . . ALOIS LEITENBAUER








