Das Ziel sehen, ist das Ziel
Christian Schiester plagt sich verletzt durch Dschungelmarathon.
LAUFSPORT. Gleich vorweg: Passiert nicht ein Wunder, hat Christian Schiester beim Dschungelmarathon in Costa Rica keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz. Nachdem sich der Mauterner bei einem Sturz bei einer Flussquerung am Knie verletzt hatte, überlegte er zunächst sogar aufzugeben. Jetzt geht es nur noch darum, die insgesamt 220 Kilometer der "Route of Fire" bis ins Ziel zu absolvieren.
Wie schwierig diese Aufgabe aber ist, zeigen die folgenden Aussagen des Extremläufers: "Ich glaube, dass ich ein sehr positiv denkender Mensch bin. Mittlerweile fällt es mir aber schwer, mich irgendwie zu motivieren. Meine Tage bestehen derzeit nur aus starken Schmerzen und endlosen, qualvollen Kilometern." Vier Tagesetappen auf dem Weg zur Westküste Costa Ricas sind mittlerweile absolviert, doch etliche Kilometer liegen noch vor dem Ziel. Warum sich Schiester die Schmerzen überhaupt noch antut, erklärt er so: "Auf den letzten 46 Kilometern bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es richtig ist, weiterzumachen. Der Schmerz, aufgeben zu müssen, wäre noch größer als die Schmerzen beim Weiterlaufen. Koste es, was es wolle, ich halte durch. Irgendwie muss ich es zu dieser verdammten Küste schaffen!"








