"Es ist wichtig, dass der Betrieb einfach weitergeht"
Der Elfenberg Mautern kämpft um den Fortbestand. Von Insolvenz ist die Rede. Wir haben uns in Mautern umgehört, wie wichtig der Park für die Mauterner ist.

Foto © Johanna BirnbaumGestern Vormittag war in Mautern das Wetter so, wie oft in den vergangenen Jahren: kalt und unfreundlich
Es ist stürmisch. Die Wipfel der Bäume im Wald am Alpsteig in Mautern wogen nicht sanft hin und her. Sie werden vom Wind völlig arhythmisch gerissen. Regen prasselt gegen die Scheiben, nicht im Gleichklang, sondern auch vom Sturm gepeitscht. Eine kleine Gruppe, Frauen und Männer, wartet beim Einstieg des Liftes. Im Kassenbereich hängt ein Zettel, deutlich lesbar: "Bin im Büro". Dort, in der Zentrale des Wild- und Freizeitparks Elfenberg Mautern, ist Betriebsleiter Eberhard Rosemann dabei, Unterlagen für einen Termin in Graz zusammenzustellen. Sehr freundlich und bemüht, erklärt er, bald aufbrechen zu müssen.
Draußen stürmt und regnet es weiter. Ein paar wenige Autos sind auf dem Elfenberg-Parkplatz. Der Regen und der Sturm leisten weiterhin gute Arbeit, um Gästen den Wild- und Freizeitpark zu vermiesen.
Ortswechsel, ein Kaffee mitten im Ort. Drei Damen unterhalten sich über dies und das. Der Elfenberg ist kein Thema. Auch nicht bei den anderen Gästen. Die freundliche Bedienung erklärt, dass es schon wichtig sei, dass es den Elfenberg in Mautern gebe und vor allem, dass er doch bestehen bliebe. "Es kommen ja doch das eine oder andere Mal Gäste von drüben in den Ort. Der Elfenberg sollte auf jeden Fall weitergehen", sagt sie lächelnd.
Auch für Trafikant Stefan Habenbacher ist der Elfenberg wichtig. "So deutlich spüren wir die Gäste im Ort zwar nicht, aber für die Gemeinde ist so eine Attraktion schon sehr gut. Es ist wichtig, dass der Betrieb einfach weitergeht", befindet er.
Für Fleischermeister Gerhard Hubmann solle der Elfenberg schon weitergehen, aber in kleiner, abgespeckter Form im Sommer. Er kennt die Probleme im Winter. "Die Verantwortlichen haben viele Rennen hergeholt. Was war das Ergebnis, dass die Leute, die sich brav eine Saisonkarte gekauft haben und am Wochenende fahren wollten, nicht fahren konnten. Weil die Pisten gesperrt waren", erzählt er. Oder, dass ein Bekannter, der auch eine Saisonkarte hatte, mit der Rodel statt mit Schiern hinauffahren wollte, auf den Alpsteig. "Das wurde ihm verboten." Der Ort selbst habe gar nichts vom Elfenberg. "Den spürt man bei uns im Ort Mautern in keinem Geschäft und auch in der Gastronomie nicht", sagt er überzeugt. "Ich habe einmal drüben die Autos beobachtet. 60 sind nach links, zum Elfenberg, abgebogen und nur eines nach rechts in den Ort. So hat es ausgeschaut", verkündet er.
Der Regen ist wieder stärker geworden, der Wind böiger. Ilse Kral und Maria Schmid halten sich an ihren Schirmen fest. "Ja, der Elfenberg soll schon weiterbestehen, aber für uns im Ort ist er nicht so wichtig."







