Drei Tanzpaare trainieren für den Opernball
Zwei junge Tanzpaare aus Leoben sowie eines aus Bruck und Kapfenberg haben beim Wiener Opernball ihren großen Auftritt als Debütanten.

Foto © Andreas SchöberlAnna Reischenbacher, Waldemar Hiebler, Marlene Vukmanic, Peter Fiedler, Anja Moser, Michael Stelzl (v. links)
Drei junge Damen und drei junge Herren, die zumindest eines gemeinsam haben: Sie verbindet die Leidenschaft fürs Tanzen. Seit Jahren ziehen sie mit Elan am Tanzparkett ihre Runden - und das nach unzähligen Kursen, die sie in den vergangenen Jahren erfolgreich absolviert haben, auf hohem Niveau. Nun verwirklichen sich Anja Moser und Michael Stelzl aus Leoben, Anna Reischenbacher aus Kapfenberg und Waldemar Hiebler aus Bruck sowie Marlene Vukmanic und Peter Fiedler aus Leoben einen schon seit langem gehegten Wunsch: Die drei Tanzpaare fahren als Debütanten zum Wiener Opernball. Seit Wochen trainieren die sechs bereits eifrig in der Tanzschule Glauninger in Leoben, die jedes Jahr drei Debütantenpaare zum Opernball entsendet.
"Der Opernball ist schon ein ganz besonderes Ereignis. Da kommt man nicht alle Tage hin. Diese Chance muss man nützen", ist sich Stelzl mit seinen Tänzerkollegen einig. "Mehr geht eigentlich nicht. Es sei denn, man macht Showdance, so wie Andy und Kelly Kainz", so Fiedler. Auch wenn die Chance nicht besonders groß sei: "Vielleicht sieht man uns bei unserem Auftritt sogar im Fernsehen." Die Eltern der drei jungen Tanzpaare jedenfalls werden den Opernball daheim im Patschenkino verfolgen: "Die Eintrittskarten sind unglaublich teuer. Außerdem sieht man im Fernsehen bestimmt mehr als am Ball", erklären die Jugendlichen. Mosers Eltern werden sich allerdings die Generalprobe in Wien ansehen. Auch für die Debütanten selbst ist der Opernball kein billiges Vergnügen: Sie müssen 100 Euro Eintritt bezahlen. Die Männer müssen sich einen Frack ausborgen - das kostet auch zwischen 150 und 300 Euro." Dazu kommen Fahrt, Verpflegung, Übernachtung und etliches mehr.
Am Donnerstag, dem 11. Februar, geht der Wiener Opernball in Szene. Noch haben die sechs Debütanten kein Lampenfieber. Ihnen stehen vier Tage intensive Proben in Wien bevor: "Das wird schon noch kommen." Gerissene Träger beim Kleid. Oder Stolpern beim großen Auftritt. Das wären die schlimmsten Pannen, die sich die jungen Leute vorstellen können. "Wenn die Polonaise und der Walzer vorbei sind, können wir uns entspannen und den Ball genießen." Lindsay Lohan, Stargast am Opernball, zu treffen, sei weniger interessant: George Clooney oder Stefan Raab einmal zu treffen wäre spannender.
Was macht aber eigentlich die Faszination des Tanzens aus? "Es ist ein Gefühl, als würde man schweben zur Musik", meint Reischenbacher. Die Bewegung zur Musik, das sei eine unvergleichliche Sache, betont auch Hiebler. Über einen beschwingten Tanzabend vergesse man glatt die Zeit, so Moser. "Es ist Stressabbau und extrem sportlich", hebt Fiedler hervor.
Features
Kommentar
Fakten
Die Tanzschule Glauninger entsendet jedes Jahr drei Debütantenpaare zum Wiener Opernball.
Anja Moser (19) und Michael Stelzl (21) bilden das erste Tanzpaar. Beide stammen aus Leoben. Moser studiert an der Montanuniversität Rohstoffingenieurwesen. Stelzl macht eine Ausbildung zum Kommunikationstechniker.
Anna Reischenbacher (17) und Waldemar Hiebler (19) sind das zweite Tanzpaar. Die Gymnasiastin wohnt in Kapfenberg, Hiebler in Bruck - er ist derzeit Zivildiener im Josefinum Leoben.
Marlene Vukmanic (18) aus Leoben studiert Informatik an der TU Graz, Peter Fiedler (19) aus Leoben ist Tischlerlehrling in Mautern.







