"Es geht einzig und allein um den Elfenberg"
Der Wild- und Freizeitpark Elfenberg und seine Zukunft waren das Thema bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mautern.

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Keine Antwort ist auch eine Antwort", so kommentierte FP-Gemeinderat Peter Stangl die Reaktion von SP-Bürgermeister Peter Hölzl auf eine Anfrage von VP-Gemeinderat Andreas Kühberger.
Konkret wollte Kühberger von SP-Vizebürgermeister Hermann Schöffauer, der als Gemeindevertreter im Aufsichtsrat des Elfenbergs sitzt, wissen, was jetzt nun mit dem Elfenberg Mautern los sei, und wie es weitergehen werde. Wie bereits berichtet, brauchte der Wild- und Freizeitpark, der zu 51 Prozent Grundeigentümer Heinrich Reuss und zu 49 Prozent der gemeindeeigenen Mauterner Freizeitbetriebs GesmbH gehört, dringend eine Finanzspritze von mindestens 250.000 Euro, um den Betrieb sichern zu können.
Beim jüngsten Sonderlandtag wurden schließlich 400.000 Euro für das touristische Leitprojekt im Liesingtal beschlossen. Sehr zur Freude von Hölzl, der noch bis März 2010 Geschäftsführer des Parks sein wird.
Verschwiegenheit
Hölzl antwortete auf Kühbergers Anfrage lapidar: "Dieses Thema ist Tagesordnungspunkt der nicht öffentlichen Sitzung, und das hat auch seine Gründe. Dort werden wir alles im Detail besprechen. Es geht auch um Zahlen, die sehr vertraulich zu behandeln sind, und ich werde die Verschwiegenheit auch einmahnen." Stangl ließ nicht locker: "Ich finde das falsch, der Wildpark gehört in die öffentliche Sitzung, denn schließlich ist jeder der 1139 Einwohner von Mautern ein bisschen Miteigentümer an der Wildpark GmbH.." - "Du stellst es so dar, dass ich nicht gewillt bin, Antworten zu geben. Das stimmt nicht, mein Nichtantworten hat nichts mit einer Verweigerung einer Antwort zu tun. Ich werde mich vorbereiten und stehe in der nächsten Gemeinderatssitzung gerne Rede und Antwort", sagte Hölzl eindringlich.
Die Antworten gab dann aber doch Hölzl, der ein Plädoyer für den Elfenberg hielt. "Für die gesamte Region ist der Elfenberg das touristische Leitprojekt, das eine sehr große Bedeutung hat. Wir sind sehr froh, dass Landeshauptmann Franz Voves und Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer gemeinsam den Antrag auf Unterstützung gestellt haben. Und so wurden nicht nur finanziell die Weichen gestellt, sondern auch für die Zukunft."
Bis März 2010 soll nun ein Konzept vorgelegt werden, was für den Wildpark sinnvoll sei. Das Problem liege nicht darin, dass die Besucher in den vergangenen Jahren weniger geworden wären. "Wir haben es sogar geschafft, stabil zu bleiben. Nur, um die Fixkosten abzudecken, brauchen wir mehr Besucher. 70.000 sind da zu wenig. Die 250 Tiere fressen gleich viel, ob nun zwei Besucher im Park sind oder Tausende. Auch das Personal kostet gleich viel", führte Hölzl genauer aus.
Sparen
Alle Sparpotenziale seien bereits ausgeschöpft. Es ginge nur noch mit einer Steigerung der Besucherzahlen. Und er schwor den Gemeinderat ein, dass es beim Elfenberg um die Zukunft von Mautern und der ganzen Region ginge.
Persönliche Avancen ließ er nicht gelten: "Es geht nicht darum, ob ich Geschäftsführer bin oder nicht, es geht nicht um meine Person. Es geht einzig und allein um den Elfenberg. Es ist schon vor einiger Zeit festgestanden, dass ich nach Ablauf des Geschäftsjahres meinen Vertrag als Geschäftsführer nicht mehr verlängere. Ich flüchte aber nicht aus dieser Position. Ich will eine langfristige gute Lösung für den Elfenberg, und ich will nicht, dass dieser Spielball bei den Wahlen wird. Das hat sich der Elfenberg nicht verdient", erklärte er bei der Sitzung ruhig. Und eines stellte Hölzl auch klar: "Nicht der Schiliftbetrieb im Winter ist das Problem, sondern der Winter im Tierpark, weil dann die notwendigen Besucher zu gering sind."
Über die Ankündigung der Gröbl-Gruppe, den Wildpark übernehmen zu wollen, zeigte sich Hölzl verwundert: "Mit uns und auch mit Heinrich Reuss hat noch niemand darüber gesprochen."









