Hilferuf: Elfenberg kämpft ums Überleben
Gespräche und Verhandlungen über die Zukunft des Wild- und Freizeitparkes in Mautern laufen. Eine Entscheidung steht aber noch aus.

Foto © AP/SujetBis Ende 2009 benötigt man in Mautern 250.000 Euro
Der Wild- und Freizeitpark Elfenberg in Mautern steckt in argen Finanznöten. Schon bisher hat die Tourismusabteilung des Landes immer wieder mit Finanzspritzen ausgeholfen. Seit 2002 wurden 5,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Wir waren von Beginn an auf Unterstützungen angewiesen", erklärt Peter Hölzl, Mauterner SPÖ-Bürgermeister und Geschäftsführer der Mauterner Freizeitbetriebs GmbH, die im Unternehmen 49 Prozent hält. Zu 51 Prozent ist der Wildpark im Besitz von Heinrich Reuss. Bis Ende 2009 benötigt man in Mautern 250.000 Euro.
Land soll Park übernehmen
Hölzl sieht diese finanziellen Überbrückungshilfen zwar prinzipiell positiv, doch längerfristig sei es vernünftiger, wenn das Land das Unternehmen übernehmen würde, weil es andere Möglichkeiten habe. Etwa im Bereich Marketing. "Deshalb haben wir dem Land Steiermark ein Angebot zur Übernahme des Unternehmens unterbreitet, um eine Absicherung des touristischen Leitprojekts gewährleisten zu können", so Hölzl. Sollte das Land das Unternehmen nicht übernehmen, werde es eng. Er sei aber zuversichtlich, dass es mit dem Wild- und Freizeitpark weiter gehen werde, denn es wäre auch für das Land schade, das schon viel finanziert habe.
"Wir würden ja einen Betrieb hergeben, der etwas wert ist. Immerhin geht es um ein Anlagevermögen von 3,6 Millionen Euro", betont Hölzl. Es handle sich um ein kleines Unternehmen, das selbst nicht in der Lage sei, offensive neue, notwendige Ausbauvariationen vorzunehmen, um die Besucherzahlen zu steigern. Diese liegen bei 70.000 im Jahr. Erst ab 110.000 Besucher könnte man aber positiv bilanzieren.
"Wir haben jegliches Sparpotenzial ausgeschöpft. Da geht nichts mehr. Wir können nur noch die Einnahmen steigern, und das geht nur mit neuen Attraktionen", meint Hölzl. Seit 2002 habe es solche nicht mehr gegeben. "Ich kann die Leute aber beruhigen, der Elfenberg steht nicht vor dem Konkurs. Es ist nicht so dramatisch, dass wir vor dem Zusperren stehen. Es geht darum, etwas Gutes für die Zukunft zu schaffen", betont Hölzl
Vergleiche mit der Therme Fohnsdorf seien nicht zu ziehen, selbst wenn es eine Parallele gibt: Auch in Mautern ist der Bürgermeister Chef der Freizeitbetriebs GmbH. "Auf meinen Wunsch hin, wurde aber bereits in der letzten Vorstandsitzung beschlossen, dass ich mit Ende des Geschäftsjahres, am 31. März 2010, diese Funktion zurücklege." Hölzl betont, er habe dies gemacht, weil Wahlen vor der Türe stehen, und sich aus parteipolitischen Gründen gute Entscheidungen für das Unternehmen spießen könnten: "Und auch, um nicht selbst zum Spielball zu werden."
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Fakten
Der neu gestaltete Wild- und Freizeitpark Elfenberg in Mautern wurde im April 2003 eröffnet.
Der Wild- und Freizeitpark ist zu 51 Prozent im Besitz von Heinrich Reuss und zu 49 Prozent im Besitz der Mauterner Freizeitbetriebs GmbH. Das Land Steiermark ist stiller Teilhaber.
Geschäftsführer der Mauterner Freizeitbetriebs GmbH ist noch bis 31. März 2010 Bürgermeister Peter Hölzl.
Seit 2002 wurden vom Land Steiermark etwa 5,6 Millionen Euro für den Elfenberg zur Verfügung gestellt.
Am Elfenberg sind im Sommer 40 Mitarbeiter beschäftigt, im Winter sind es 20.
Im heurigen Jahr wurden etwa 70.000 Besucher gezählt.








