Cannabisplantage eines Leobners aufgeflogen
43-jähriger Leobener errichtete in seiner Mietwohnung "profimäßige" Hanfplantage zur Cannabisgewinnung. Doch vor Ernte kam die Polizei.

Foto © PolizeiDie obersteirische Indoor-Hanfplantage
Es war der hohe Stromverbrauch, der den Bewohner einer 110 Quadratmeter-Mietwohnung in Leoben-Judendorf verriet. "Der Mann hatte dort nämlich zahlreiche Lampen und Rückstrahler aufgestellt und eine Abluftanlage installiert", berichtet ein Beamter der Suchtgiftgruppe der Leobener Polizei. "Die Hanfplantage war profimäßig ausgestattet."
Zwei Räume adaptiert. Mindestens vier Jahre lang soll der 43-jährige Leobener - wegen Suchtgiftdelikten bereits einschlägig vorbestraft - in seiner Wohnung die Plantage zur Gewinnung von Cannabis betrieben haben. Zwei große Räume waren eigens dafür adaptiert worden. "Da dürften schon mehrere Kilo Suchtgift zusammengekommen sein", vermutet die Polizei.
110 Hanfpflanzen. Als die Suchtgiftfahnder dem Arbeitslosen auf die Spur kamen, wuchsen unter den Bestrahlungslampen gerade 110 Hanfpflanzen vor sich hin. Zur Ernte kam es dadurch nicht mehr, die Plantage wurde sofort polizeilich vernichtet, der Züchter zur Anzeige gebracht. Er gab an, nur für den Eigengebrauch produziert zu haben, doch das nimmt ihm die Polizei aufgrund der errechneten Mengen nicht ab. Außerdem sollen bereits Abnehmer ermittelt worden sein.
Zweite Plantage. Während die Ermittlungen noch liefen, konnten die Suchtgiftfahnder auch noch eine zweite Plantage ausforschen - eine große Freiluftplantage im Tollinggraben. Spaziergängern waren dort große Pflanzen - "so groß wie Bäume" aufgefallen. Möglicherweise hatten sie als "Mutterpflanzen" gedient, von denen die Setzlinge für die Indoor-Plantage genommen wurden. Doch das stritt der angezeigte Leobener bisher vehement ab.








