Brandstifter ausgeforscht: Leobener setzte aus Frust 14 Papiercontainer in Brand
"Papiercontainer-Brände": Nach monatelanger Ermittlungsarbeit konnte die Leobener Polizei einen 37-jährigen Arbeitslosen als Täter überführen. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von über 50.000 Euro.
Insgesamt dreimal schlug der Brandstifter im Leobener Stadtgebiet zu: Zweimal im August und einmal im November letzten Jahres (wir berichteten). Und jedes Mal zündete der Unbekannte in den frühen Morgenstunden Papiercontainer an. Jetzt konnte die Kriminalpolizei Leoben, gemeinsam mit der Polizeiinspektion Josef Heißl-Straße, nach monatelanger Ermittlungsarbeit einen 37-jährigen arbeitslosen Maler und Anstreicher aus Leoben als Täter ausfindig machen. Der Mann ist voll geständig. Als Tatmotiv gab er "Frust wegen seiner Arbeitslosigkeit und zwischenmenschlichen Beziehungen" an.
Geständnis. "Anfangs war es schwierig, einen geeigneten Verdächtigen zu finden, da die Brände teilweise mehrere Monate auseinander lagen", weiß Josef Klec von der Kripo Leoben. "Wir haben alle unsere notorischen Brandstifter überprüft. Ohne Erfolg", erklärt der Polizeibeamte. Im Laufe der Zeit verdichteten sich immer mehr die Indizien, die schließlich zum 37-Jährigen führten. Sofort wurde der Mann zu einer Routinevernehmung vorgeladen. "Dabei legte er ein umfassendes Geständnis ab", erklärt Klec.
50.000 Euro. Der 37-Jährige schlug immer in den frühen Morgenstunden zu. Dabei soll er in der Leobener Innenstadt die Papiercontainer mit einem einfachen Feuerzeug in Brand gesteckt haben. Insgesamt zündeten auf diese Weise 14 Container an. Durch die hohen Flammen wurden auch Gebäudefassaden und Dachanlagen stark beschädigt. Die Schadenshöhe wird laut Polizei mit mindestens 50.000 Euro bemessen.
Kein Personenschaden. "Personenschaden entstand aufgrund der raschen Entdeckung und des umgehenden Einschreitens der Leobener Feuerwehren keiner", sagt Klec. Der Beschuldigte wurde auf freiem Fuß angezeigt.








