Nur wenige Bauern setzen auf Erdäpfel
Im heurigen "Jahr der Kartoffel" will man wieder mehr Bauern für diese Frucht gewinnen.

Foto © APADie Kartoffel: reich an Vitamin B
Der Erdapfel liefert hochwertiges Eiweiß und ist reich an Vitamin B und C. Seit 7000 Jahren werden Erdäpfel angebaut, in Europa gibt es sie seit dem 16. Jahrhundert.
Schattendasein. Aber hierzulande fristet er ein Schattendasein, bedauert der Obmann der Erdäpfelbauern Mürz-Mur-Liesingtal, Georg Ofner aus Kammern: "Der Erdäpfelanbau macht sehr viel Arbeit, und weil Arbeitskräfte in der Landwirtschaft rar sind, hält das viele Bauern davon ab."
Reißender Absatz. Dabei finden alle Erdäpfel, die hier geerntet werden, reißenden Absatz und sind immer zu wenig. Deshalb hofft Ofner, dass sich in Zukunft wieder mehr Bauern zum Erdäpfelanbau durchringen.
Hauptanbaugebiete. Angebaut wird hauptsächlich im Bezirk Leoben, im Mürztal kommt man nur auf zehn Hektar. Die Hauptanbaugebiete in Österreich liegen im Mühl- und Waldviertel, im Lungau und im Grazer Feld. "Insgesamt ist der Konsum frischer Erdäpfel leider rückläufig", sagt Josef Luef von der Bauernkammer Bruck.
Fertigprodukte. Das liegt daran, dass immer weniger gekocht wird, im Gegenzug überschwemmen Fertigprodukte wie Chips, Pommes Frites und Pürree den Markt. Die Zubereitung geht zwar viel schneller, dafür bleiben aber kaum wichtige Vitamine erhalten, vom hohen Fettgehalt der Fertiggerichte ganz zu schweigen.
300 Millionen Tonnen jährlich. Weltweit werden jährlich 300 Millionen Tonnen Kartoffel in 5000 Sorten angebaut. Weniger als ein Viertel der Ernte gelangt direkt zum menschlichen Verzehr. Ein Viertel wird zu Stärke und Alkohol verarbeitet, und 40 Prozent landen im Futtertrog von Nutztieren. Die restlichen zehn Prozent der Ernte kommen als Saatkartoffeln wieder in die Erde.








