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    Zuletzt aktualisiert: 21.12.2007 um 09:11 Uhr

    Eisenerzer fand seine Schwestern in Russland

    Nach vielen Jahren der Ungewissheit fand Herbert Pils seine Familie väterlicherseits in Russland. Mit Hilfe einer russischen Fernsehsendung.

    Herbert Pils mit seinen russischen Schwestern Vera (rechts) und Nadja (links)

    Foto © Repro/BirnbaumHerbert Pils mit seinen russischen Schwestern Vera (rechts) und Nadja (links)

    In der Eisenerzer Flutergasse wird dieser Tage eifrig russisch gelernt. Zeitgleich wird in Rostow am Don und in der etwa 70 Kilometer entfernten Stadt Schachty in Russland, beide etwa 1000 Kilometer südlich von Moskau, Deutsch gelernt. Und all das, um sich schon im nächsten Jahr verständigen zu können. Der 61-jährige Herbert Pils, pensionierter Lehrer aus Eisenerz, will dann seine beiden Schwestern Nadja und Vera nicht nur durch Gesten, Blicke und Berührungen verstehen können. Er will mit ihnen auch über ihren gemeinsamen Vater, Nikolei Garkowetz, sprechen. Sich von ihm erzählen lassen, denn kennen gelernt hat er ihn nie. Auch Nikolei wusste nichts von seinem Sohn.

    Russicher Offizier. "Meine Mutter hat mir mit 14 Jahren gesagt, wer mein Vater ist und hat mir ein Bild mit einer Widmung von ihm gegeben. Er war russischer Offizier, als sich die beiden in Gaflenz in Niederösterreich kennen gelernt habenNach einiger Zeit musste er zurück nach Russland. Wir kamen nach Eisenerz", erzählt Pils. Gesucht hat er seinen leiblichen Vater nicht. "Meine Mutter hat in Eisenerz geheiratet, und ich hätte es nicht besser treffen können", sagt Pils, der in Graz auch noch eine Schwester hat.

    Übersetzung. Seine jüngste Tochter Eva machte dem dreifachen Familienvater vergangene Weihnachten ein besonderes Geschenk: Sie ließ die in russisch verfasste Widmung auf besagtem Foto seines Vaters übersetzen. "Dadurch sind wir auf die Idee gekommen, meinen Vater zu suchen. Schließlich sind wir bei Barbara Stelzl-Marx gelandet, einer Historikerin am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung", berichtet Pils. Diese habe einen Kontakt zum russischen Fernsehen aufgebaut. "Ich musste ein Video über meine Geschichte machen. Dieses wurde gesendet, und ich erhielt kurz darauf einen Anruf, ob ich zur Sendeaufzeichnung nach Moskau kommen könnte. Gemeinsam mit meiner Frau Judith, meiner Tochter Eva und deren Freund Hubert sind wir hingeflogen", berichtet Pils.

    Glücklich. In der Sendung "Warte auf mich" wurde sein Schicksal noch einmal vorgestellt. "Plötzlich wurden zwei Frauen gezeigt, die auf einmal im Studio vor mir standen. Es waren meine Schwestern Vera und Nadja." Er sei damals einfach nur fassungslos gewesen. "Schon bald konnte ich es fassen und bin sehr, sehr glücklich, meine Schwestern und deren Familien gefunden zu haben. Mein Vater ist leider im Jahr 2001 verstorben, wie meine Mutter", sagt Pils mit wässrigen Augen. Eine Nichte seines Vaters habe das Foto im Fernsehen erkannt und die Ehefrau des Vaters informiert. "Sie hat sich so gefreut und mir gleich eine Uhr und einen Orden meines Vaters geschickt", sagt Pils. Mit seinen Schwestern halte er ständig Kontakt. "Ich freue mich über meine Familie in Russland", murmelt er lächelnd.

    JOHANNA BIRNBAUM

    Foto

    Foto © Repro/Birnbaum

    Nikolei Garkowetz wusste nichts von seinem SohnFoto © Repro/Birnbaum

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