Leoben pfeift auf die Namen
FC Pasching kommt heute mit bis zu sieben Bundesliga-Spielern.
FUSSBALL. Wie sich die Zeiten ändern. Vor zehn Monaten gewann der DSV Leoben zu Hause gegen Pasching mit 1:0 - "ein Pflichtsieg gegen einen Abstiegskandidaten", hieß es damals. Pasching holte im gesamten Herbst 2011 nur neun Punkte, schaffte als zweitbestes Rückrundenteam aber im letzten Abdruck doch noch den Klassenerhalt in der Regionalliga Mitte. Heute (19 Uhr) kommt es in Donawitz wieder zum Duell mit den Oberösterreichern - aber diesmal käme ein Sieg wohl einer Sensation gleich.
Der Kader der Paschinger wurde nach dem Abschied von Adi Pinter als Trainer (er betreute die Mannschaft nur fünf Spiele lang, später war er zwei Spiele lang Leoben-Trainer) völlig umgekrempelt. Talente wurden durch Routiniers aus der Bundesliga ersetzt - allen voran Hans Peter Berger im Tor.
Hohe Ansprüche
Das Budget wird in etwa bei dem des GAK, von Austria Klagenfurt oder LASK liegen. Gleiches gilt für die Ansprüche und Saisonziele. Weiters besteht eine Kooperation mit Red Bull Salzburg, auch wenn das offiziell nicht gerne gehört wird. "Wir sind ein eigener Klub. Alle Spieler sind bei uns gemeldet", sagt Trainer Gerald Baumgartner. Vier bekannte Steirer scheinen auf der Gehaltsliste auf: Thomas Krammer, Mark Prettenthaler, Marco Perchtold und Martin Hiden als Co-Trainer.
Schnell fertig ist man mit den Superlativen hingegen bei den Leobenern. Statt Oberhaus-Erfahrung will Trainer Manfred Unger mit jugendlicher Unbeschwertheit, Einsatz und Dynamik punkten. "Wir sind Außenseiter. Das ist keine Frage. Aber in Leoben haben schon ganz andere Vereine gewackelt", meint Unger, der die Einkaufspolitik der Paschinger nicht nachvollziehen kann. Man habe offenbar nur auf die Namen geschaut. Das wird die Unger-Truppe nicht tun. "Respekt ist da, aber Angst haben wir nicht. Wir wollen das Tempo vorgeben." Marco Micelli ist wieder fit, Adam Feketes Einsatz fraglich. MARTIN MANDL
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