Die letzte Hürde vor einem WM-Einsatz
Die Leobenerin Bettina Angerer wurde für das "Game Officials Camp" in Finnland nominiert.
EISHOCKEY. Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt noch diesen Sommer. Das ändert freilich nichts an der Tatsache, dass im Winter wieder fleißig Eishockey gespielt werden wird. Und somit die Vorbereitungen zwangsläufig schon auf Hochtouren laufen. Das gilt für die Teams wie auch für die Schiedsrichter.
Bettina Angerer geht die Geschichte also gleich doppelt motiviert an. Die Leobenerin ist ja Verteidigerin bei Bundesligameister Neuberg. Und ab Samstag in Finnland im Einsatz, um die letzte offizielle Hürde auf dem Weg zu einer internationalen Schiedsrichterkarriere zu packen. Läuft in Vierumäki von 14. bis 22. Juli alles nach Plan, könnte Angerer sogar schon bei der Damen-WM in der kommenden Saison im Einsatz sein.
Das Programm für das Camp in Finnland, für das übrigens nur zwei Österreicherinnen vom Verband nominiert wurden, wird allerdings kein Honiglecken, glaubt Angerer. Jeden Tag sind Spiele zu leiten, dazu kommt das eigene Eistraining unter strenger Beobachtung. Wie sie sich vorbereitet hat? "Mit Laufen und Radfahren für die Ausdauer. Und natürlich habe ich mir die Regeln genau angeschaut. Aber das ist normal", sagt Angerer. Der Reiz bestehe darin, ihrem Traumziel wieder ein Stück näher zu rücken: "Irgendwann will ich auch bei Olympischen Spielen dabei sein, auch wenn die Konkurrenz aus Schweden und den USA noch so stark ist."
Diesem Ziel wird übrigens alles untergeordnet, in der Meisterschaft spielt Angerer nur, wenn kein Spiel zu pfeifen ist. ALOIS LEITENBAUER
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