Congress ja, aber ohne den Sparkassensaal
Die Erweiterung des Einkaufszentrums LCS und die Zukunft des Sparkassensaals hinter dem Alten Rathaus waren in der jüngsten Sitzung des Leobener Gemeinderates auch Thema.

Foto © Andreas SchöberlMaximilian Pumpernig stellte das Stadtentwicklungskonzept vor
Schlanke sieben Stunden dauerte der öffentliche Teil der jüngsten Sitzung des Leobener Gemeinderats. Ob es die Hitze im Sitzungssaal oder der bevorstehende Anpfiff des Matches Deutschland gegen Italien ausmachte, dass es gegen Schluss zügiger zur Sache ging, sei dahingestellt.
Für Debatten sorgte eine Anfrage von VP-Gemeinderat Peter Pulm an SP-Bürgermeister Matthias Konrad. Er wollte wissen, wie der aktuelle Stand der Dinge in Sachen geplanter Ausbau des Einkaufszentrums LCS sei. Die Stadt Leoben sei schließlich mit 30 Prozent am LCS beteiligt, daher sei es wichtig, sich über den Fortgang der Planung zu erkundigen, so Pulm. "Jean Erich Treu hat vier oder fünf Häuser gekauft, und die Pläne vorgestellt, wie die Erweiterung des LCS bis zur Josef Graf-Gasse aussehen könnte", erklärte Konrad. Wünschenswert sei, das Einkaufszentrum auch mit dem Alten Rathaus zu verbinden. Er bitte um Geduld, was genaue Pläne betrifft: "Es braucht 1000 Schritte bis dorthin." Auch KP-Stadtrat Werner Murgg ortet wie die ÖVP ein "Informationsdefizit", was die Pläne betrifft. "Bleibt nun das Congress oder nicht?", so VP-Vizebürgermeisterin Eva Maria Lipp. "Ja, aber ohne Sparkassensaal. Der ist nicht mehr zeitgemäß. Hier muss etwas Neues entstehen", gab Konrad zurück. Wo könne man künftig dann noch größere Veranstaltungen unterbringen, fragen Lipp und Pulm. Man habe das Erzherzog Johann-Auditorium der Montanuni, das Stadttheater und die beiden historischen Säle des Alten Rathauses würden bleiben, so Konrad: "Vielleicht wird beim Falkensteiner Hotel mit einem Saal erweitert. Wir brauchen den Platz des Sparkassensaals, der von den Ebenen her nicht passt, für eine höherwertige Nutzung." Man werde den Sparkassensaal also nicht erhalten, weil die SPÖ das nicht wolle. "Nein, weil wir wirtschaftlich denken", konterte Konrad. Für die geplante Erweiterung des LCS bis zur Grafgasse habe die Stadtgemeinde als Gesellschafterin kein neues Kapital zugeschossen, erklärt Konrad.








