Liesingtal: Wunsch nach Eigenständigkeit
Die Liesingtaler Bürgermeister wollen jetzt hören, was das Land sich vorstellen kann. Sie selbst tendieren zu Zusammenarbeit, weniger zu Gemeindefusionen.

Foto © Andreas SchöberlDie Bären in der Erlebniswelt Mautern sind aus dem Winterschlaf erwacht, bei den Gemeindefusionen ist es aber noch ruhig
Für Andreas Kühberger, Bürgemeister von Mautern, ist eines klar: "Für uns macht eine Zusammenlegung keinen Sinn, weil ich glaube, dass unsere Nachbarorte viel zu weit weg sind. Ich finde es aber durchaus sinnvoll, dass wir verstärkt zusammenarbeiten. Aber das tun wir ohnehin schon bei der Buchhaltung oder beim Kanal."
Das Beste an der Strukturreform sei, dass die Gemeinden jetzt zusammenarbeiten müssen. "Das haben ja einige auch erklärt", sagt er und betont, dass er nicht deshalb gegen die Zusammenlegung sei, weil er Bürgermeister bleiben wolle. "Ich bin kein Sesselkleber."
Ähnlich sieht es auch Karl Dobnigg, Bürgermeister von Kammern: "Kammern wird, so wie es jetzt aussieht, eigenständig bleiben. Das hängt von der geografischen Lage, aber auch von der Infrastruktur ab, die bei uns gut ist", so Dobnigg. Es habe eine Befragung aller Gemeinderatsmitglieder von Kammern bis Wald am Schoberpass gegeben, und aus dieser sei hervorgegangen, dass alle eigenständig bleiben wollen. Eine Zusammenarbeit gebe es aufgrund der Kleinregionsgründung schon. Anders sieht es für die Gemeinden Kalwang und Wald am Schoberpass aus. Beide wurden für kommenden Mittwoch, dem 30. Mai, zu einer Gesprächsrunde auf die Bezirkshauptmannschaft geladen.
"Ich bin für alles offen. Unterm Strich muss es für die Gemeinden, vor allem aber für die Bürger etwas bringen", so Kalwangs Bürgermeister Mario Angerer. Es dürfe nicht nur der Rechenstift regieren, und es dürften weder Vereine noch die Infrastruktur einer Gemeinde leiden. "Ich höre mir kommenden Mittwoch einmal an, welche Vorstellungen das Land hat", so Angerer.
Bürgermeister Hans Schrabacher aus Wald am Schoberpass ist skeptisch: "Unsere Gemeinde ist nur von der Fläche groß. Bei Gemeindefusionen sind kleine Gemeinden die schwächsten und würden draufzahlen." Er sei gegen Stillstand, aber in Form von Gemeindekooperationen. "Auf jeden Fall wollen wir uns weiterhin an der Region Leoben orientieren, auch im Paltental ist ja bis jetzt noch nichts entschieden."
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Am Mittwoch, dem 30. Mai , lädt die Kleine Zeitung zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Gemeindefusionen im Museumshof Kammern . Beginn ist um 19 Uhr. Es diskutieren: Hannelore Wölfer (Obfrau Tourismusverband Palten-Liesing Erlebnistäler), Amtsleiter Bernhard Rothleitner (Wald am Schoberpass), Bürgermeister Mario Angerer (Kalwang), Bürgermeister Andreas Kühberger (Mautern), Bürgermeister Karl Dobnigg (Kammern), Moderation von Andrea Walenta (Redakteurin)









