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    Zuletzt aktualisiert: 22.05.2012 um 20:27 UhrKommentare

    Ein Horst für Meister Adebar in Leoben

    Baukulturstiftung und Mitarbeiter des Projekts "Weißstorch in der Steiermark" installierten am Dienstag am Schlot des historischen Ringziegelofens Dörfler in Leoben einen Storchenhorst.

    Gerhard Kurzmann, Markus Plöbst, Josefine Mühlbacher

    Foto © ANDREAS SCHÖBERL Gerhard Kurzmann, Markus Plöbst, Josefine Mühlbacher

    Große "Storchenhorst-Aktion" am Schlot des historischen Ringziegelofens Dörfler in Leoben-Nennersdorf: "Im vergangenen Jahr wollte sich ein Storch dort sesshaft machen, aber die Öffnung des Schlotes war zu groß, sodass er es nicht geschafft hat, selbst einen Horst zu bauen", erklärt Markus Plöbst vom Vorstand der Baukulturstiftung, die den historischen Industriebau seit Jahren betreut.

    Die Schützenhilfe für den Bau eines Storchenhorstes kam nun auch auf Initiative von Josefine Mühlbacher aus St. Marein im Mürztal zustande, die seit 18 Jahren Mitarbeiterin des Projekts Weißstorch in der Steiermark ist. Finanzielle Unterstützung kam aus dem Ressort von Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann. "Natürlich ist es zunächst offen, ob die Störche den Horst schon heuer annehmen werden, da es schon relativ spät im Frühjahr ist und die meisten Störche schon Mitte Mai schlüpfen", meint Mühlbacher.

    Selbst gewählt

    Ihrer langjährigen Erfahrung gemäß hätten die Störche bisher noch alle Horste auf den von ihnen selbst gewählten Standorten akzeptiert. "Seit 1999 lassen sich Weißstörche in der Mur-Mürz-Furche nieder, weil sie in den angestammten Gegenden der südlichen Ost- und Weststeiermark statt Wiesen nur mehr Kürbisäcker und Maisfelder vorfinden, die der Weißstorch nicht betritt", führt Mühlbacher aus. Es gebe jetzt Horste in Krieglach-Stadt, Kindberg, Hafendorf, Niklasdorf, Knittelfeld und Zeltweg. Und bald wahrscheinlich auch in Leoben - am Schlot des Ringziegelofens Dörfler.

    Seit der Sanierung des Dachstuhls und der neuen Deckung der Ziegelei im Jahr 2009 habe man zwar kontinuierlich kleinere Arbeiten am Gebäude erledigt, größere Schritte seien allerdings ausgeblieben: "Das Ziel, die Ziegelei in Zukunft für Veranstaltungen zu nützen, ist noch dasselbe. Aber das Gebäude ist so weit gesichert, und wir haben etliche andere Objekte, wo derzeit dringlichere Arbeiten zu erledigen waren", so Plöbst. Die Dreifaltigkeitskirche in Trofaiach sei nun in ihrer Bausubstanz vorerst gesichert, wie die Jakobskirche in St. Marein bei Neumarkt. Und auch beim Schwarzerhof und der Schmiede in Eisenerz gebe es eine Menge zu tun. "Unser Budget ist begrenzt, und wir können Aktivitäten nur nach unseren finanziellen Möglichkeiten setzen", meint Plöbst. Je nach Bauzustand seien das meistens Aktionen einer "Krisenfeuerwehr."

    ANDREAS SCHÖBERL

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