Der große Traum von der Opernbühne
Corina Koller (21) aus Leoben-Hinterberg begeistert mit ihrer beeindruckenden Sopranstimme. Sie arbeitet auf ein großes Ziel hin: Opernsängerin zu werden,

Foto © HöbenreichCorina Koller überzeugte bei einem Benefizkonzert in Hinterberg mit ihrer wunderschönen Sopranstimme
Eine Stimme, die den Raum füllt, beeindruckend in ihrer Stärke, Klarheit und der Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit in verschiedene Tonlagen zu wechseln: Mit ihrer Sopranstimme präsentierte sich Corina Koller kürzlich im Rahmen des Benefizkonzertes zugunsten der Renovierung des örtlichen Glockenturmes zum ersten Mal in ihrer Pfarrgemeinde Hinterberg und überraschte damit die Besucher. "Ich singe schon seit vielen Jahren in der Kirche, etwa bei Familienmessen, jedoch immer übliche Kirchenmusik. Die Möglichkeit, klassische Lieder zu singen, eröffnete sich erst jetzt durch das Benefizkonzert, und es war eine große Freude für mich, mich auf diese Weise zeigen zu können", erzählt die 21-Jährige, die an der Universität Graz im sechsten Semester Kunstgeschichte studiert und gerade an ihrer Bachelorarbeit schreibt.
Die Reaktionen auf ihre Darbietung, wie etwa die Arie "Ah, non giunge" aus Bellinis Oper "La Sonnambula", waren überwältigend. "Genau das macht mir am Singen so viel Spaß: Wenn ich auf der Bühne stehe, in die Augen des Publikums blicke und darin sehe, dass ich durch meinen Gesang Gefühle transportieren kann, dass Leute Anerkennung zeigen oder zu Tränen gerührt sind", sagt Corina.
Sie singe, solange sie denken könne. "Ich habe schon als Kleinkind gesungen und meine Urgroßmutter hat mich spaßeshalber immer aufgefordert, Arien zu singen", sagt sie lachend. Eine Aufforderung, der sie gefolgt ist. Mit fünf Jahren begann Corina Blockflöte an der Musikschule Leoben zu lernen, später Klavier. Mit zehn Jahren kam sie zur Singgruppe der Pfarre Hinterberg. "Dort habe ich ab und zu ein Solo bekommen und meine Liebe zum Singen richtig entdeckt. Mit zwölf Jahren habe ich mit Gesangsunterricht begonnen, den ich bis heute an der Musikschule Leoben bei Sarah Kettner nehme", so die Hinterbergerin.
Herausforderung
Warum sie ihre Stimme in Richtung Sopran trainiert, erklärt sie damit, dass Opern sie beeindrucken und deren Dramatik genau ihrem Charakter entspreche. "Klassische Musik ist zudem eine große Herausforderung, Arien zu singen erfordert harten körperlichen Einsatz, man kommt regelrecht ins Schwitzen und ich habe nicht selten einen Bauch-Muskelkater." Um Lunge und Zwerchfell fit zu halten, steht für die Studentin Sport am Wochenplan, ebenso wie tägliche Stimm- und Technikübungen.
Und sie hat auch bereits an der Grazer Oper zu tun. "Derzeit allerdings noch als Statistin. Aber es ist schon schön, den Opernsängern so nahe zu sein." In diese Richtung soll es für Corina weitergehen: Selbst einmal von diesem Beruf leben zu können, ist Corinas Ziel. "Meine Stimme wird in den nächsten Jahren noch reifen, und mein Traum ist es, Konzertgesang an der Kunstuniversität in Graz zu studieren. Ich möchte jedoch auch mein Kunstgeschichtestudium zu Ende bringen, um ein zweites berufliches Standbein zu haben", sagt die 21-Jährige Leobenerin sehr bestimmt.







