Aufgeheizte Stimmung in Leoben
300 Demonstranten marschierten für das Werksbad Donawitz. Streng bewacht von etwa 40 Exekutivbeamten, die nicht einschreiten, um keine Eskalation heraufzubeschwören
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"Bitte friedlich, keine Steine, keine faulen Eier! Wir demonstrieren für das Werksbad Donawitz!" Diese Parolen schmettert Walter Reiter von der Bürgerliste durchs Megafon über den Hauptplatz. Während die Bergkapelle Seegraben das Maifeier-Konzert eröffnet, formieren sich etwa 300 Demonstranten. Mit Trillerpfeifen und Transparenten: "Wir kämpfen für das Werksbad, Herr Bürgermeister!" Der Zug der Demonstranten beginnt am Festgelände, wo der 1. Mai gefeiert wird. Mit Grillhendl, Gösser, Brauchtum und Musik. Unter den Demonstranten Frauen und Männer jeden Alters mit Kind und Kegel. Streng bewacht von etwa 40 Exekutivbeamten, die nicht einschreiten, um keine Eskalation heraufzubeschwören.
"Wir sind Wut-, aber auch Mutbürger. Die Sozialisten wollen uns das Werksbad nehmen. Das lassen wir uns nicht gefallen", schreit Reiter. Reiter löst die Demo um 11.20 Uhr auf. Dennoch liegt Spannung in der Luft, bis Bürgermeister Matthias Konrad die Bühne betritt. Applaus und laute Pfiffe. "Leoben lebt in allen Facetten. Dafür bin ich gerne Bürgermeister!" Pfiffe. "Diese Töne sind nur Nebengeräusche, sie sind aber nicht die Zukunft", so Konrad kämpferisch. Er erklärt, dass er das Werksbad wegen Sicherheitsmängeln nicht aufsperren dürfe. "Liebe Donawitzer. Ihr seid etwa 5000 Leute, aber die meisten von euch haben das Bad nicht angenommen. Wir sollen 600.000 Euro in die Hand nehmen, damit 100 baden gehen", so Konrad. Und dann nimmt das Maifest seinen gewohnten Lauf.













