AUGE nimmt Thema Burnout ins Visier
Kostenlose Workshops zum Thema Burnout sollen helfen, Gegenstrategien zu entwickeln.
LEOBEN. Nach der Studie des Wissenschaftlers Paul Jimenez, die weltweit führend auf diesem Gebiet ist, sind etwa sieben bis zehn Prozent aller Menschen im Arbeitsprozess Burnout-gefährdet. Bis heute seien die Krankenkassen nicht in der Lage, detaillierte Zahlen über Erkrankte auf diesem Gebiet zu nennen, kritisiert Ilse Löwe-Vogl, von der Alternativen, Grüne und Unabhängigen Gewerkschaft (AUGE).
AUGE fordert daher: Eine gründliche Erhebung der Zahlen an Burnout erkrankter Menschen in der Steiermark sowie Maßnahmen für die schrittweise Wiedereingliederung in das Berufsleben nach langem Krankenstand unter Einbindung der Sozialversicherungsträger. Ein gutes Beispiel dafür sei das Hamburger Modell. In Deutschland fördern Krankenkassen und Sozialversicherungsträger die stufenweise Wiedereingliederung. Die Wiedereingliederung soll auf der Grundlage ärztlicher Feststellungen erfolgen. Bei einer stufenweisen Wiederaufnahme der Arbeit erhalten arbeitsunfähige Arbeitnehmer weiterhin die sozialrechtlich zustehenden Leistungen der Krankenkasse. Grundsätzlich besteht während der Wiedereingliederungszeit weiterhin der Status der Arbeitsunfähigkeit.
"Wir bieten kostenfreie Workshops an, in denen Menschen, die sich gefährdet sehen, einschätzen lernen, ob sie gefährdet sind und wie man Gegenstrategien entwickeln kann. Wir starten in Leoben am 20. April, um 14 Uhr im Coretto", so Löwe-Vogl.









