Der GAK steigt bei Leoben ein
Kooperation zwischen DFC Leoben und GAK im Frauenfußball.
FUSSBALL. Man nehme Frauenfußballtradition aus Leoben (seit 1976), mische sie mit den professionellen Strukturen des GAK - und bekommt den Aufstieg in die ÖFB-Frauenliga. Das ist zumindest der Plan der neuen Spielgemeinschaft DFC Leoben/GAK. "Wir wollen gemeinsam in den nächsten zwei Jahren den Aufstieg in die erste Liga schaffen", erklärt GAK-Urgestein Franz Krainer, Koordinator des Projektes. "Wir wissen aber natürlich, dass das ein steiniger Weg wird."
Seit der Winterpause machen der DFC und der GAK in der 2. Frauenliga gemeinsame Sache. Neben der Rückkehr ins Oberhaus soll in der Steiermark ein Mädchenfußball-Zentrum entstehen. "Es gibt gerade in der Steiermark ein unheimliches Potenzial", sagt Krainer, der dabei an die Bayern-Akteure Sarah Puntigam und Viktoria Schnaderbeck denkt. Auch die Nationalteams sind gut bestückt mit Steirerinnen.
In der Obersteiermark ist der DFC die erste Adresse. Die Spielerinnen kommen aus dem gesamten Mur- und Mürztal, einige sogar aus dem Ennstal. "Wenn ich denke, wie lange da manche mit dem Auto unterwegs sind! Da können sich die Herren eine Scheibe abschneiden", sagt Krainer.
Keine Angst
Die Befürchtungen, dass die Grazer, für die Frauenfußball Neuland ist, jetzt den DFC schlucken werden, entkräftet Krainer. "Im Gegenteil, das Zugpferd bleibt Leoben. Wir bündeln nur unsere Kräfte." Es werde in den nächsten Jahren kein GAK-Damenteam geben. "Alle Spielerinnen werden in Leoben angemeldet." Obmann bleibt Robert Hitzelberger, Trainer ist Thomas Rupp. Der Clou: Der GAK ist jetzt im DFC-Logo präsent, die Spiele werden abwechselnd mit GAK- und Leoben-Dressen absolviert.
Krainer schwebt für die Zukunft vor, Teams in der ÖFB-Frauenliga, der zweiten Liga und in der Landesliga zu stellen. Außerdem will man Schulen aus Leoben und Graz ins Boot holen. Die Gespräche laufen bereits.
Auch die unteren Ligen laufen bereits auf Hochtouren. Was beim Blick auf die Tabellen (siehe unten) auffällt: Erstens, dass die Obersteiermark in der Landesliga nur mit Oberaich vertreten ist - der Süden dominiert. Und zweitens, dass extrem viele Tore fallen und Unentschieden bei den Damen gar nicht in Mode sind. MARTIN MANDL
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Alle Infos: www.dfc-leoben.at und www.stfv.at







