Kinder in Wohnheim gequält: Prozess ab 10. April
Die Leiterin und vier Mitarbeiter eines Wohnheims in Bad Mitterndorf müssen sich ab 10. April in Leoben vor Gericht verantworten. Laut Anklage mussten die sich in ihrer Obhut befindlichen fünf Kinder u.a. barfuß im Schnee stehen und Essensentzug über sich ergehen lassen.

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Fünf Sozialpädagogen und Erzieher, die bis 2010 in einer obersteirischen Familienwohngruppe Kinder misshandelt haben sollen, stehen ab 10. April in Leoben vor Gericht. Vorgeworfen wird der Leiterin und vier Mitarbeitern das Vergehen des Quälens oder Vernachlässigens von unmündigen oder wehrlosen Personen. Der Prozess ist zunächst für vier Tage anberaumt, wie das Gericht mitteilte.
Laut Anklage haben die Kinder bei der von der Trägerorganisation "Pro Juventute" betreuten Einrichtung in Bad Mitterndorf u.a. barfuß im Schnee stehen und Essensentzug über sich ergehen lassen müssen. Manchmal seien sie gezwungen worden, Erbrochenes oder Regenwürmer zu essen. In der Einrichtung hatten drei Mädchen und zwei Buben gewohnt, die alle vom Jugendamt aus ihren Familien weggebracht worden waren. Die Kinder sind angeblich schon bei geringfügigen Verstößen gegen die Anordnungen der Heimleiterin bestraft worden. Eine Angestellte, die die Missstände bei "Pro Juventute" melden wollte, wurde gekündigt.
Laut Mediensprecherin Sabine Anzenberger werden an den ersten beiden Prozesstagen (10. und 11.4.) die fünf Angeklagten einvernommen, an zwei weiteren Tagen (24. und 25.4.) folgen die Befragungen von zwölf Zeugen, die der von der Staatsanwaltschaft beantragt wurden. Richterin ist Barbara Grundbichler.








