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Zuletzt aktualisiert: 03.03.2012 um 10:54 UhrKommentare

Gratzei in der Warteschleife

Für den ÖFB-Teamtorhüter und Sturm-Liebling Christian Gratzei führt beim Verein derzeit kein Weg an Silvije Cavlina vorbei. "Ich kann mit der Situation umgehen", betonte der 30-Jährige vor dem steirischen Derby gegen Kapfenberg.

Christian Gratzei beim Team-Training

Foto © GEPAChristian Gratzei beim Team-Training

Christian Gratzei wartet auf seine Chance. Nach langer Verletzungspause hat sich der ÖFB-Teamtorhüter bei Sturm Graz in der Winterpause wieder fit gemeldet. Einziges Problem dabei: Mit Silvije Cavlina darf der Meister aktuell auf einen Schlussmann vertrauen, der sich in jüngster Zeit nichts zuschulde kommen ließ. Nach drei Zu-Null-Spielen im Frühjahr vertraut Sturm-Trainer Franco Foda auf den Kroaten. Für Gratzei dennoch kein Grund, unruhig zu werden.

"Für mich ist wichtig, dass sich überhaupt eine Diskussion entwickelt hat. Aber Cavlina hat seine Leistungen gebracht und sich nichts zuschulde kommen lassen. Ich kann mit der Situation umgehen", betonte der 30-Jährige vor dem steirischen Derby gegen den Kapfenberger SV am Sonntag. In der Winterpause hatte Gratzei unter Sturms Konditionstrainer Walter Niederkofler hart für sein Comeback geschuftet, während andere auf Urlaub waren. In punkto Fitness steht einem Einsatz eigentlich nichts mehr im Weg.

Am 10. September 2011 absolvierte der gebürtige Leobener beim 2:4 gegen die Admira seinen bisher letzten Bundesliga-Einsatz, ehe ihn ein im Training erlittener Meniskuseinriss im linken Knie ausbremste. Gratzei musste sich einer Arthroskopie unterziehen, der Herbst war damit erledigt. Auch im ÖFB-Team versäumte der neunfache Internationale die abschließenden Partien in der EM-Qualifikation.

"Tag für Tag in Erinnerung zu rufen"

Umso überraschender war es deshalb, dass der ohnedies mit Sorgen um die Position im Teamtor geplagte Marcel Koller Gratzei mit einer Einberufung gegen Finnland belohnte. "Das war nicht zu erwarten. Es hat mich sehr gefreut, dass der Teamchef an mich gedacht hat", sagte der 2002 vom GAK zu Sturm gestoßene Goalie. Bereits in der Vergangenheit wurde er durch Verletzungen gestoppt und verpasste auch die Heim-EM 2008 aufgrund von Problemen mit dem Meniskus.

Auch deshalb macht sich Gratzei vorerst keine Sorgen um seinen derzeitigen Status auf der Ersatzbank. "Ehrlich gesagt denke ich nicht viel darüber nach. Ich habe schon Schlimmeres durchgemacht", erklärte der Schlussmann, der im Vorjahr seinen Vertrag bei Sturm bis Mai 2015 verlängert hat. Vorerst gelte es, sich im Training "Tag für Tag in Erinnerung zu rufen". Denn derzeit ist einmal Warten angesagt. Oder wie Sturm-Trainer Franco Foda auch diese Woche fast schon entschuldigend betonte: "Ich habe eigentlich keinen Grund zu tauschen, wenn Cavlina immer zu Null spielt."

Quelle: APA

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