Mit Pauken und Trompeten
Gestern übergab die Leobenerin Gloria Ammerer 11.172 Unterschriften und eine Petition gegen die Sparmaßnahmen im Musikschulwesen.

Foto © PrivatGloria Ammerer (links) überreichte die Petition und 11.172 Unterschriften an Mitarbeiterinnen von Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann
Zu den Klängen der steirischen Landeshymne, gespielt von einem Bläserensemble, bestehend aus Musikschülern und Lehrern aus der Steiermark, überreichte die 23-jährige Leobenerin Gloria Ammerer gestern im Grazer Landhaushof ihre Petition gegen die Sparmaßnahmen im Musikschulwesen. Bekräftigt wurde diese Petition durch 11.172 Unterschriften, die Ammerer als Bezirksjugendreferentin des Österreichischen Blasmusikverbandes und Musikschülerin steiermarkweit in allen 48 kommunalen Musikschulen und im Internet gesammelt hat.
Adressatin der Petition wäre Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann gewesen, doch aufgrund einer Erkrankung übernahmen Mitarbeiterinnen ihres Büros die vielen Unterschriften und die Petition.
Vorwurf
"Für mich persönlich ist es ganz wichtig, dass ich diese Aktion gemacht habe, auch wenn sie keine direkte Auswirkung hat. Aber ich brauche mir keinen Vorwurf zu machen, dass ich nichts unternommen habe", meinte Ammerer gestern nach der Übergabe. Die große Zahl an Unterschriften sei ein Zeichen dafür, dass die musikalische Ausbildung vielen in der Steiermark ein wichtiges Anliegen sei, und durch Sparmaßnahmen nicht leiden dürfe. "Ich hoffe künftig auch auf eine bessere Gesprächsbasis", meint Ammerer.
Wie aus dem Büro Grossmann gestern zu erfahren war, werde sich die Bildungslandesrätin die Petition genau ansehen und sie hoffe, dass in diesem Konvolut auch Ideen drinnen stehen, die noch Eingang in die zwei Arbeitsgruppen finden könnten, die sich mit dem Bildungsplan und den Musikschulen befassen.
"Es braucht sich aber niemand Sorgen zu machen, denn die Qualität der Ausbildung wird nicht leiden. Ziel ist es, dass kein Musikschüler auf der Strecke bleibt. Die Umstrukturierungen gehen nicht zu Lasten der Schüler", bekräftigte man gestern im Büro der Bildungslandesrätin.








