Leoben und Bruck sind das medizinische Zentrum
Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurde gestern die neue internistische Intensivstation und die Pathologie mit vielen Gästen eröffnet. Ab 1. Jänner 2012 geht die Station in Vollbetrieb.

Foto © BirnbaumHell, groß und freundlich präsentieren sich die neuen Räumlichkeiten
Wir haben immer auf einer guten Station gearbeitet, jetzt ist alles neu und das ist sehr angenehm", leitete Primarius Joachim Borkenstein den gestrigen "Feiertag" für das LKH Leoben/Eisenerz ein. Immerhin wurde die Fertigstellung eines mehr als acht Millionen teuren Bauabschnitts gefeiert, der als "erster Etappensieg zum LKH Leoben 2020" bezeichnet wurde.
Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren wurde die Grundsteinlegung begangen. Gestern legte Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder ein Bekenntnis zum LKH Leoben 2020 ab. Und sie merkte an, dass es "eigentlich eine komische Sache ist, dass wir uns über die Eröffnung einer Station freuen, auf die keiner von uns jemals kommen will". Außerdem bezeichnete sie die LKH Leoben/Eisenerz und Bruck als "medizinisches Zentrum der Obersteiermark".
Intensivstation
Und das erste Etappenziel für das LKH Leoben 2020 präsentierte sich als gelungene neue Intensivstation, auf der bis zu 14 internistische Patienten betreut werden können. "Wir können hier alle Patienten aufnehmen, die eine intensive Überwachung brauchen. Ob von der Hämato-Onkologie, der Pulmologie oder der Gastro-Enterologie. Es wurden auch Isolationsmöglichkeiten geschaffen, um Patienten mit Infektionen zu behandeln und andere davor zu schützen", führte Borkenstein aus. Und er sprach auch die Entwicklungen bei der Intensivmedizin an, die er allgemein als "Erfolgsgeschichte" bezeichnete. "Die apparatelastige Behandlung geht zurück. Das Durchschnittsalter der Intensivpatienten steigt. Es ist ein schwieriges ethisches Problem, zu entscheiden, wer auf die Station kommt und wer nicht", führte er aus. Und er brachte die Arbeit der Intensivmediziner auf den Punkt: "Es geht darum, Leben zu erhalten und nicht, sterben zu verlängern."
Geleitet wird die Intensivstation derzeit von Oberarzt Viktor Wutzl und Stationsschwester Hildegard Schüttenkopf. Kommende Woche soll auch die Entscheidung fallen, wer letztendlich Departementleiter wird.
Auf einer Fläche von 725 Quadratmetern ist dem Architekten Ernst Giselbrecht gelungen, gemeinsam mit Heinz Rossmann und Hannes Allmer eine lichtdurchflutete, offene und freundliche Station zu schaffen. Wechselnde Farben beim Licht sorgen im Bettenbereich für ein entspanntes, warmes Raumklima. "72 Firmen waren beteiligt. 63 Prozent davon kamen aus der Steiermark, 17 Firmen aus dem obersteirischen Raum", fasste Kages-Vorstandsvorsitzender Werner Leodolter zusammen.
Pathologie
Doch nicht nur die Intensivstation wurde erneuert, auch das Pathologische Institut wurde räumlich erweitert. Dem Team um Primarius Gerhard Leitner, das die gesamte Obersteiermark teilweise "mitversorgt", steht nun eine hochmoderne Infrastruktur zur Verfügung.
Für Heinz Luschnik, ärztlicher Leiter der LKH Leoben/Eisenerz und Bruck, und Verwaltungsdirektor Herbert Kaplans sind die Baufortschritte für das große LKH-Projekt im Ausmaß von insgesamt 250 Millionen Euro zufriedenstellend. Der Neubau des Funktionstraktes mit neun Operationssälen, Ambulanzen und Eingangsbereichen schreitet sichtlich voran.







