Stück gelebte Solidarität
Der Krankenunterstützungsverein Stahlwerk 2 in der Voestalpine Donawitz feiert heuer sein 75-jähriges Bestehen. Er hat 139 Mitglieder.

Foto © Schöberl Rudolf Lempradl, Obmann des Vereins
Seit stolzen 75 Jahren besteht der Krankenunterstützungsverein Stahlwerk 2 in der Voestalpine Donawitz. "Gegründet wurde der Verein im Jahr 1936. Das Gründungsbuch mit Originalsiegel ist im Geschichteklub der Voestalpine Donawitz ausgestellt und im Buch ,Donawitz im Wandel der Zeit' erwähnt", führt Rudolf Lempradl aus, der als Obmann seit zehn Jahren die Geschicke des Vereins lenkt.
Der Verein greift Mitgliedern unter die Arme, die sich in einem längeren Krankenstand befinden. "Eine finanzielle Unterstützung wird ab einem Krankenstand von 21 Tagen gewährt. Im Höchstfall für Krankenstände von 189 Tagen", so Lempradl, der im Stahlwerk Donawitz und bei der Betriebsfeuerwehr der Voestalpine arbeitet. Finanzielle Hilfe gibt der Verein auch bei Todesfällen für nahe Verwandte: "Bei einem Todesfall - egal, ob im beruflichen oder privaten Umfeld - unterstützen wir die Angehörigen mit 400 Euro." Im vergangenen Jahr habe man zwei Todesfälle zu beklagen gehabt.
"Der Verein hat derzeit 139 Mitglieder, die einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von zwei Euro entrichten", erzählt Lempradl. Alle Mitglieder sind aktive Mitarbeiter der Voestalpine Donawitz: "Und zwar Arbeiter und Angestellte in den Betrieben Stahlwerk, Hochofen und der Betriebsfeuerwehr." In Gründungszeiten sei der Verein wichtig gewesen, weil es noch keine Sozialversicherung im heutigen Sinn gegeben habe: "Heute gewinnt der Verein an Bedeutung, weil fast überall Selbstbehalte zu zahlen sind und Hilfe oft dringend nötig ist." Mit Unterstützung des Arbeiter- und Angestelltenbetriebsrats organisierte der Verein für Mitglieder heuer ein Preiskegeln sowie eine dreitägige Fahrt nach Radkersburg.








