Eine Schlange, viel Ärger
Post AG testet österreichweit das Ein-Schlangensystem - auch im Hauptpostamt Leoben. Neue Variante des Wartens stößt kaum auf Verständnis.

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Seit einiger Zeit ärgern sich Postkunden der Hauptfiliale in der Leobener Innenstadt. "Bis jetzt war es immer so, dass einige Schalter geöffnet waren, und man sich dort angestellt hat, wo am wenigsten Betrieb war", meint eine Leobenerin.
Jetzt gebe es nur mehr einen einzigen Mittelgang, bei dem sich alle Kunden anstellen müssten: "In Stoßzeiten stehen die Leute bis zur Eingangstür, teilweise sogar bis auf die Eingangsrampe vor dem Gebäude, obwohl drei Schalter besetzt waren", führt die Leobenerin aus. Allein vom Optischen her habe man das Gefühl, dass man sich ewig anstellen müsse. Das sei Wahnsinn: "Vor mir war ein Pärchen, das ein Handy gekauft hat, das hat relativ lange gedauert. Man könnte einen Schnellschalter für kurze Geschäfte einführen."
Testphase
Dazu Michael Homola, Pressesprecher der Post AG: "Das Ein-Schlangen-System ist bei uns gerade in der Testphase. Und zwar österreichweit in 60 bis 70 Postfilialen." Der Feldversuch sei in Wiener Filialen gestartet und dann auf die Landeshauptstädte und Bezirksstädte ausgedehnt worden: "Die Testphase läuft auf jeden Fall noch bis Ende dieses Jahres. Wir versuchen, auf allen Ebenen auf Kundenwünsche einzugehen und das Thema Wartezeiten in den Postfilialen gehört zu den Klassikern, die von den Kunden immer wieder angesprochen werden", so Homola.
Auf den ersten Blick würde man sich beim Ein-Schlangen-System zwar denken, man müsse ewig warten, aber: "Vielleicht ist es das fairere System, weil das Spekulieren wegfällt, wo man sich anstellen soll - wie etwa an Supermarktkassen." Noch sei völlig offen, ob das Ein-Schlangen-System nach der Testphase bundes- oder landesweit beziehungsweise in verschiedenen Filialen eingeführt wird oder nicht: "In manchen Filialen ist das allein schon aus baulichen Gründen gar nicht möglich."








