Industrie gut ausgelastet
Im Bezirk Leoben ist die Konjunkturdelle noch nicht angekommen. Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Oktober des Vorjahres gesunken.
In der Mur-Mürz-Furche, also auch im Bezirk Leoben, hat sich der Arbeitsmarkt im Oktober etwas anders entwickelt als in der übrigen Steiermark. Haben die Arbeitslosenzahlen in der Steiermark im Vergleich zum Oktober des Vorjahres um 3,4 Prozent zugenommen, so sind sie im Bezirk Leoben um 5,2 Prozent gesunken.
"Im Moment sind wir in einer sehr guten Situation. Ich hoffe, es bleibt so", meint Helmut Wiesmüller, Chef des Arbeitsmarktservice Leoben. Hauptverantwortlich dafür sei die Industrie, die durch längerfristige Aufträge nach wie vor gut ausgelastet sei. "Die Konjunkturdelle ist bei uns noch nicht angekommen", so Wiesmüller. Er habe mit vielen Firmenverantwortlichen Gespräche geführt, und bis jetzt laufe es noch überall gut. Allerdings könne man keine längerfristigen Prognosen treffen. Kurzfristig, also bis zum Jahresende, schaue es nicht schlecht aus. Die jetzigen Arbeitslosenzahlen - 737 Frauen und 743 Männer - verteilen sich quer durch alle Altersschichten ziemlich gleich.
Einen Rückgang gibt es auch bei den Schulungsteilnehmern, und zwar um 19,3 Prozent. Insgesamt sind derzeit im Bezirk Leoben 330 Frauen und 239 Männer in Schulungsmaßnahmen.
Wie der AMS-Chef betont, gibt es nach wie vor auch einen sehr positiven Trend am Stellenmarkt. "Wir haben mit 232 offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 26,8 Prozent oder 49 offenen Stellen zu verzeichnen", betont Wiesmüller. Der Großteil davon liegt in Industrie und Gewerbe und betrifft Facharbeiter im Metall- und Elektrobereich. Wie überhaupt der Facharbeitermangel nach wie vor ein Thema ist. Die anfänglich gefürchtete Öffnung des Ostarbeitsmarktes habe im Bezirk Leoben überhaupt keine Wirkung gezeigt und das Manko an Facharbeitern nicht abgedeckt. Grund: Die Facharbeiter werden in den Ostländern selbst gebraucht.








