Bezirk verliert eine Haube
Bisher war der Bezirk im Gault Millau mit zwei Haubenrestaurants vertreten. Im Gault Millau 2012 ist nur mehr die Stadt Meierei behaubt.

Foto © Andrea WalentaIsabella und Martin Neuretter von der Stadt Meierei Leoben
Von den Gastronomen wird das Erscheinen des jährlichen Gault Millau immer mit Spannung erwartet. Hat man die Haube behalten, kann man sich eine zusätzliche überstülpen oder steht man künftig unbehaubt vor seinen Gästen?
Nun, der neue Gault Millau, der in der Spanischen Hofreitschule in Wien vorgestellt wurde, birgt für den Bezirk Leoben eine Überraschung (Seiten 20/21).
Klaus Lobnik, Spitzenkoch im Gasthaus Spary in Kammern, der sich 14 Jahre lang über eine Haube freuen konnte, hat diese heuer verloren. Es fehlt ihm mit 12,5 Punkten ein halber Punkt für die 15. Haube. "Meine Enttäuschung ist groß, ich habe mein Ziel nicht erreicht", meinte Lobnik in einer ersten Reaktion. Woran es gelegen ist, kann er noch nicht sagen, da er die Beschreibung im Gault Millau noch nicht kenne. Allerdings ist der Verlust der Haube für ihn kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. "Wir werden unseren Weg weitergehen. Für mich ist das ein echter Ansporn", betont Lobnik. Für seine Gäste gebe er sowieso immer sein Bestes, und auch die Umsatzzahlen würden stimmen. In der Ausgabe des A la Carte habe er seinen Platz halten können.
Groß war gestern hingegen die Freude bei Martin Neuretter von der Stadt Meierei in Leoben. Er erkochte sich nun bereits zum dritten Mal mit 13 Punkten eine Haube. "Es taugt mir voll, weil uns die Haube zeigt, dass wir es richtig machen und beständig sind", so Neuretter. Die Haube sei auch eine Bestätigung für die Leistung des gesamten Teams. Dennoch möchte er noch einen Zahn zulegen. "Wichtig ist, dass ein Gericht auf dem Teller gut aussieht und gut schmeckt. Nur Chichi auf dem Teller ist sicher zu wenig", ist Neuretter überzeugt. Das Allerwichtigste für ihn sei aber, dass seine Gäste zufrieden sind.









