Forschungskooperative ACR prämierte innovative steirische Projekte
Preise für bessere Hochdruck-Brandbekämpfung, dichte Barrierekunststoff-Eimer und High-Tech-Folie mit Fischschuppen-Effekt.

Foto © Schöberl Geophysikerin Jördis Rosc von der Montanuni Leoben wurde geehrt
Die neuartige Herstellung eines Nebelpistolen-Rohrs, ein absolut dichter Barriere-Kunststoffeimer sowie eine Folie mit Haifischschuppen-Effekt sind österreichische Innovationen, die die ACR (Austrian Cooperative Research) am Montagabend in Wien mi den diesjährigen Kooperationspreisen ausgezeichnet hat. Gleichzeitig wurde die am Leobener ACR-Institut ÖGI tätige Geophysikerin Jördis Rosc mit dem "ACR Woman Award" geehrt.
Für die Entwicklung eines neuartigen Herstellungsprozesses für ein Nebelpistolenrohr der Firma Rosenbauer Löschsysteme wurde die oberösterreichische Metallgießerei Mettec Guss und das ACR-Institut ÖGI (Österreichisches Gießerei-Institut in Leoben) ausgezeichnet. Dank dieser Prozessinnovation kann der komplexe Bauteil, der in der Hochdruck-Brandbekämpfung eingesetzt wird, so produziert werden, dass sich die Ausschussquote massiv reduziert.
Mit einem laut ACR "absolut dichten Barrierekunststoffeimer" konnte der Vorarlberger Kunststoffverarbeitungsspezialist Theodor Fries GmbH gemeinsam mit dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (ofi) in Wien punkten. Die Produktinnovation mache es erstmals möglich, Güter auch in großen Kunststoffgebinden qualitätsgerecht zu transportieren und zu lagern.
Das junge Grazer Unternehmen bionic surface technologies wurde gemeinsam mit dem ACR-Institut ZFE Graz für eine Hightech-Folie ausgezeichnet, die den Reibungswiderstand von umströmten Körpern (Flugzeuge, Boote, Surfbretter, Windkraftwerke etc.) um bis zu acht Prozent verringert. Für die ACR-Kooperationspreisträger aus Graz diente die Haut des Haifischs als bionische Inspiration.
Jördis Rosc vom ACR-Institut ÖGI in Leoben hat den "ACR Woman Award" erhalten. Die gebürtige Deutschlandsbergerin (geb. 1981) verwendet die Computertomografie (CT) als Analysemethode für Materialien und sucht nach standardisierbaren mathematischen Beschreibungen von Fehlern von Gussbauteilen. Mit dem Preis werden junge ACR-Wissenschafterinnen, die erfolgreich ihren Weg in einer männerdominierten Sparte gehen, ausgezeichnet.
Die 1954 gegründete ACR ist ein Netzwerk von 17 außeruniversitären kooperativen Forschungseinrichtungen in sechs Bundesländern. Diese erwirtschafteten 2010 einen Umsatz von mehr als 51 Mio. Euro. Die rechtlich selbstständigen kooperative Forschungseinrichtungen haben die Aufgabe, Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Dienstleistungen für einzelne oder mehrere Interessenten durchzuführen. Der Fokus liegt auf vier Forschungsschwerpunkten: "Nachhaltiges Bauen", "Lebensmittelqualität & -Sicherheit", "Umwelttechnik & Erneuerbare Energien" sowie "Produkte, Werkstoffe & Prozesse".








