Leckerbissen für die Leobener Studenten
Um Studierende der Montanuni zu motivieren, in Leoben den Hauptwohnsitz zu melden, beschloss der Gemeinderat finanzielle Förderungen - in Bargeld sowie in Form von LE-Gutscheinen.

Foto © Schöberl
Die Montanuniversität befindet sich weiter im Aufwind. Leoben buhlt seit Jahren erfolgreich um Studierende. Von mehr als 3000 jungen Leuten, die in Leoben studieren, haben nur 600 ihren Hauptwohnsitz am Studienort. Für das neue Studienjahr liegt die Montanuni derzeit bei 447 Erstinskribenten. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurde einstimmig ein Fördermodell verabschiedet, das einen Anreiz für Studierende bieten soll, in Leoben ihren Hauptwohnsitz zu melden.
"Jeder Einzelne, der bei uns in Leoben zusätzlich seinen Hauptwohnsitz hat, bedeutet Mehreinnahmen für den Kommunalhaushalt. Pro Kopf sind das 680 Euro an Mehreinnahmen", führte Finanzstadtrat Harald Tischhardt aus. Beschlossen wurden für die erste Gründung des Hauptwohnsitzes bis zum 31. Oktober eines Jahres eine Förderung von 250 Euro in Form von LE-Gutscheinen. In jedem weiteren Jahr gibt es eine Unterstützung von 100 Euro in bar. FP-Gemeinderat Daniel Geiger regte an, das Modell für volljährige Schüler zu erweitern, die in Leoben ein Internat besuchen. Gemeinderat Peter Pulm (ÖVP) meinte: "Wir sollten uns auch überlegen, wie wir Anreize schaffen können, damit junge Leobener, die in Graz studieren, ihren Hauptwohnsitz in Leoben belassen."
Eine Debatte entzündete sich beim Thema vorzeitige Darlehenstilgung für die Au-Visions-Entwicklungsgesellschaft. "Wir bekommen vom Land 300.000 Euro, wenn wir auch 300.000 Euro an vorzeitiger Darlehenstilgung aufbringen", so Finanzstadtrat Tischhardt. Dadurch würde sich der Annuitätendienst verringern. "Das Asia Spa ist ein Fass ohne Boden, die ÖVP gibt keine Zustimmung", so VP-Herbert Hatzenbichler. FP-Gerd Krusche entgegnete, dass es um Darlehenstilgung und nicht um zusätzliches Geld gehe. "Bundesrat Krusche hat in einem Satz erfasst, worum es geht. Die Wirtschaftspartei ÖVP hat sich da ein bisschen schwer getan", ätzte Tischhardt. Er nehme zur Kenntnis, dass die ÖVP auf 300.000 Euro Sonderbedarfszuweisung verzichte. "Wir sind dagegen, weil wir meinen, dass die 300.000 Euro aus dem Betriebsergebnis des Asia Spa kommen sollten", so VP-Peter Pulm. Beschluss mit Gegenstimmen der ÖVP.
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