Übers Ziel hinausgeschossen
DSV-Fanklub "Green Elite" sorgte in Kapfenberg für Aufsehen.
FUSSBALL. DSV Leoben-Boss Gabor Heinemann sprach nach dem 0:2 im obersteirischen Regionalliga-Derby gegen die KSV Amateure von der "schlechtesten Leistung, die wir in den letzten sechs Monaten abgeliefert haben". Damit nicht genug, sorgte in Kapfenberg auch der Auftritt des DSV-Fanklubs "Green Elite" für Aufsehen. Die Leoben-Anhänger hatten die New Yorker Zwillingstürme nachgebaut, auf die sie Papierflieger warfen.
"Ronny", der Capo der Truppe, sieht die Sache als harmlose Aktion. "Wir wollten etwas machen, und vom Datum her war die Geschichte aufgelegt. Es ging uns darum, die alte Rivalität zwischen den Klubs bildlich darzustellen. Darum haben wir die Vereinsfarben genommen und die roten Türme und grünen Flieger gebastelt."
Unglückliche Aktion
Für Heinemann schaut die Aktion unglücklich aus, inhaltlich will er sie nicht kommentieren. Er ist sich jedoch "sicher, dass sich keiner der Beteiligten was Böses dabei gedacht hat". Dass man Dinge missverstehen könne, sei klar. "Ich habe mich aber grundsätzlich darüber gefreut, dass die Fans seit langer Zeit endlich wieder komplett hinter dem Verein und der Mannschaft gestanden sind." Zumindest, bis die Leistung ins Desaströse kippte, was Heinemann unter diesen Umständen "doppelt weht tut". Mehr als 70 DSV-Fans waren in Kapfenberg dabei, gut 40 davon wurden von der "Green Elite" organisiert.
Eine missglückte Aktion als Neustart für konzertierte DSV-Fan-Aktionen? "Ronny" ist skeptisch: "Schön wär's. Mit solchen Leistungen unter jeder Kritik wird es aber schwierig, Leute zu mobilisieren. Der Schwung, den die Sache braucht, steht und fällt mit der Mannschaftsleistung." ALOIS LEITENBAUER








