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Zuletzt aktualisiert: 25.08.2011 um 19:25 UhrKommentare

Aufreger Fohnsdorf vereint FPÖ, Grüne und KPÖ

Fohnsdorf-Pleite beschäftigt die Politik. Bund streicht Spitalslehrer, SP-Grossmann springt ein. Lob kommt aus Alpbach.

Gerangel um Lehrerdienstposten: Elisabeth Grossmann (SPÖ)

Foto © FUCHS Gerangel um Lehrerdienstposten: Elisabeth Grossmann (SPÖ)

Das Thema Fohnsdorf vereint FPÖ, Grüne und KPÖ in seltener Einigkeit. Nach der vernichtenden Kritik von Josef Moser, Präsident des Bundesrechnungshofes, wurden der amtlich kalt gestellte Fohnsdorfer Bürgermeister Johann Straner und die Landes-SPÖ mit Franz Voves an der Spitze gestern unisono attackiert. Lambert Schönleitner (Grüne) will Voves vor den zuständigen Ausschuss des Landtages zitieren, weil dieser "das Debakel erst ermöglicht" habe. Für die FPÖ hob der Abgeordnete Peter Samt hervor, dass jetzt die Fohnsdorfer mit höheren Gebühren für den Skandal büßen müssten. Die örtliche KPÖ-Spitzenkandidatin Elfie Wieser warf den Sozialdemokraten vor, mit den Fohnsdorfern ein "schäbiges Spiel" zu treiben.

Spitalslehrer

Krebskranke Kinder zählen zu ihren Schülern, die Landeskrankenhäuser Deutschlandsberg, Leoben oder Graz zu ihren Dienstorten: Heilstättenlehrer (Spitalslehrer). Für sie waren zuletzt 36 Dienstposten reserviert. Im Frühjahr suchte das Land um 40 Stellen beim Bund an - um im Mai zu erfahren, dass es künftig gar kein Geld mehr für Spitalslehrer gibt.

Denn: Manche Länder - hier vor allem Wien - ließen sich überproportional viele Heilstättenlehrer finanzieren, andere gingen indes leer aus. So zog Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) die Notbremse. Die Länder sollten ihre Spitalslehrer aus eigener Tasche bezahlen. Kein Wunder, dass die Bildungsreferenten protestierten. Es wurde nachverhandelt. "Jetzt hat sich unsere Hartnäckigkeit bezahlt gemacht", freut sich Schullandesrätin Elisabeth Grossmann (SPÖ). Man einigte man sich mit dem Bund auf 37 Spitalslehrerstellen. 25 stellt der Bund, für den Rest kommt das Land auf. "Man muss hier gerecht auf alle Bundesländer aufteilen", so ein Sprecher von Unterrichtsministerin Schmied.

Forum Alpbach

Die steirische Reformpolitik wurde auch im Rahmen des Forum Alpbach gewürdigt. Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP), der Industrielle Frank Stronach und ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer diskutierten im Tiroler Bergdorf vor rund 150 Interessierten die Motivation zum Reformkurs und die erforderlichen Schritte dazu. Dabei betonte Schützenhöfer, dass er und Landeshauptmann Voves bei den Reformmaßnahmen nicht locker lassen würden.

JOHANNES KÜBECK, THOMAS ROSSACHER

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