Minimales Budget, großes Ziel
DSV-Leoben-Coach Gregor Pötscher erklärt seine Marschroute für die kommende Saison. Mit minimalem Budget wird ein Platz zwischen fünf und acht angepeilt.
H err Pötscher, mit den 250.000 bis 280.000 Euro Budget für den gesamten Spielbetrieb - also inklusive Oberligamannschaft und den Nachwuchsteams - was ist für die Kampfmannschaft nächste Saison sportlich drin?
GREGOR PÖTSCHER: Schauen wir einmal. Wie es aussieht, bleibt der Großteil des Kaders. Wir wollen auch die eine oder andere Verstärkung holen. Das Wichtigste ist natürlich, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.
Sind die Abgänge Rexhe Bytyci und Christian Ritzmaier für den DSV Leoben überhaupt ersetzbar?
PÖTSCHER: Ersetzbar ist jeder. Dass die beiden sehr wertvoll waren, ist aber unbestritten. Deshalb haben sie sich diesen nötigen Schritt, um sportlich weiterzukommen, ja auch verdient. Als Trainer und für den DSV tut es mir leid. Wir können aber auch stolz darauf sein, dass gleich zwei Spieler den Sprung in eine höhere Liga geschafft haben.
Wie schaut es mit einem Ersatz für die beiden aus.
PÖTSCHER: Ersatz ist in Sicht, Details muss aber der Klub-Präsident präsentieren, wenn alles fixiert ist.
Gibt es weitere Abgänge?
PÖTSCHER: Bis jetzt nur Michael Rabko. Er war Leihspieler von Kapfenberg, da wäre eine Ablöse fällig. Wir kaufen aber niemanden raus, das geht mit diesem Budget nicht.
Was geht überhaupt mit diesem Budget?
PÖTSCHER: Wir suchen Spieler mit Potenzial, die bei ihren Klubs aus irgendwelchen Gründen nicht gebraucht werden oder beispielsweise mit dem Trainer nicht zusammenkommen. Spieler, die aber noch was erreichen und sich beweisen wollen. Bei uns ist finanziell nicht viel drin. Was versprochen wird, wird aber gehalten.
Wenn es nicht das Finanzielle ist, warum sollten diese Spieler nach Leoben kommen?
PÖTSCHER: Weil sie hier, wie Bytyci und Ritzmaier, ihren nächsten sportlichen Schritt setzen können. Die Leute schauen auf den DSV, man kann sich in die Auslage spielen, wie man mittlerweile gesehen hat.
Trainingsstart ist am 27. Juni. Gibt es schon ein konkretes Ziel für die nächste Saison?
PÖTSCHER: Es muss eine Verbesserung geben. Sagen wir, auf einen Tabellenplatz zwischen fünf und acht. INTERVIEW: ALOIS LEITENBAUER








