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Zuletzt aktualisiert: 10.05.2011 um 13:01 UhrKommentare

AT&S profitiert von Kooperation mit Panasonic

Die starke Nachfrage nach Smartphones und anderen Handys, der neue Markt der Tablet PCs sowie die zunehmende Vernetzung verschiedener IT-Geräte in den Bereichen Automotive, Kommunikation und Medizintechnik haben dem steirischen Leiterplattenhersteller AT&S einen Rekordumsatz und die Rückkehr in die Gewinnzone beschert.

Foto © APA/Sujet

LEOBEN. Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S mit Sitz in Leoben ist im Geschäftsjahr 2010/2011 um rund ein Drittel gewachsen. Der Rekordumsatz von 488 Millionen Euro (Vorjahr: 372) brachte auch die Rückkehr in die Gewinnzone. Unter dem Strich blieb dem Konzern ein Profit von 35 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte AT&S in Folge der weltweiten Wirtschaftskrise einen Verlust von knapp 38 Millionen Euro erlitten.

Um mit dem Wachstum der Kunden mitzuhalten - vor allem mit den führenden Smartphone-Herstellern - musste AT&S allerdings auch 115 Millionen Euro für neue Fertigungskapazitäten in China und Indien in die Hand nehmen. Weitere 150 Millionen Euro sind, wie kürzlich berichtet, für einen komplett neuen Standort im westchinesischen Chongqing geplant. Die Schulden, netto zuletzt bei 194 Millionen Euro, finanziert der Konzern aus dem laufenden Geschäft. Der Verschuldungsgrad soll von aktuell gut 84 Prozent auf unter 80 Prozent sinken. Eine Kapitalerhöhung an der Börse ist nach Angaben des Vorstands derzeit kein Thema.

Große Erwartungen setzt AT&S-Chef Andreas Gerstenmayer in eine neue Fertigungstechnologie (ALIVH), die der japanische Elektronikriese Panasonic entwickelt hat. Dabei werden die Verbindungen innerhalb der Leiterplatten nicht über galvanische Prozesse hergestellt, sondern mittels einer Paste, die ähnlich dem Siebdruckverfahren eingepresst wird. "Damit hat man kein Abwasserproblem mehr", erklärt Gerstenmayer. Durch die Kooperation mit Panasonic könne man schneller auf den Märkten Fuß fassen.

Von Panasonic abgesehen gibt sich Gerstenmayer sonst sehr zugeknöpft über die wichtigsten Kunden. Technologisch sieht er in Zukunft engste Vernetzungen zwischen Kommunikations-, Medizin- und Automobiltechnik. In der E-Automobiltechnik werde Asien Europa allerdings den Rang ablaufen: "Wir sind für diese Trends einfach zu langsam und müssen überhaupt aufpassen, die Autoindustrie in Europa halten zu können."

CLAUDIA HAASE

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