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Zuletzt aktualisiert: 15.03.2011 um 08:26 UhrKommentare

Ein neues Zeitalter bricht an

Wie die Fußball-Champions-League! Der Staatsmeisterschaftsmodus im Stocksport wurde revolutioniert.

Der Rahmen war dem Anlass entsprechend. Der Festsaal des Ambio-Restaurants in Ludersdorf war in die Fahnen der neun Landesverbände gehüllt, das Podium lag im Fokus der Scheinwerfer - und am Ende erhoben sich die Anwesenden in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal. Eine Abordnung der Stadtkapelle Gleisdorf spielte die Bundeshymne.

Der "Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler" (BÖE) präsentierte den neuen, revolutionären Modus für die Staatsmeisterschaft der Herren im Stocksport-Mannschaftsspiel. Das sich über acht Stunden am Stück ziehende Meisterschaftsturnier hat ausgedient. Und auch das daraus resultierende Spieler-Wirrwarr auf der Spielfläche gehört der Vergangenheit an.

Der neue Weg: Die 16 Topteams wurden in vier Gruppen gelost (siehe Auflistung unten). Als "Glücksengerln" durften in Ludersdorf die Weltmeister Silvia Gutmann-Wild, Manfred Gutmann, Weitschütze Rene Genser und Allzeit-Größe Silvia Tschiltsch auf die Bühne. Vor allem die Gruppe D macht den Steirern viel Freude. Dort gibt es ab 30. April ein Derby nach dem anderen. Nur Grödig aus Salzburg ergänzt hier das weiß-grüne Trio Tal Leoben, HSV St. Michael und Edla.

In der Vorrunde spielt nun jeder gegen jeden, sowohl zu Hause als auch auswärts. Sechs Spieltage sind notwendig, denn ein Team hat nur ein Spiel pro Spieltag. Die ersten zwei jeder Gruppe steigen ins Viertelfinale (K.-o.-Phase) auf, die Sieger daraus ziehen ins Halbfinale bzw. Finale am 9. Juli in Klagenfurt ein.

Interesse wieder heben

"Wenn sich ein Turnier über acht Stunden zieht, noch dazu mit sehr früher Beginnzeit, dann ist damit kein Fan zu gewinnen. Auch für das Fernsehen und die Presse ist das problematisch. Jetzt dauert ein Spiel maximal zweieinhalb Stunden. Und nur zwei Mannschaften stehen sich dabei gegenüber. Ich hoffe, mit dem neuen Modus können wir das Interesse für den Stocksport wieder heben", wünscht sich BÖE-Präsident Wolfgang Binder. "Ich glaube, mit der neuen Turnierform lässt sich wieder mehr Jugend für unseren Sport finden. Wir müssen darauf achten, dass auch die nächste Generation abgesichert ist", fährt der Ost-steirer fort.

SIGI PALZ

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