Biogasanlage Leoben: Experten sind weiter am Zug
Nach dem Behördenverfahren auf dem Areal der Biogasanlage Leoben am Montag sprachen alle Beteiligten von einer fairen Verhandlung. Nun sind wieder die Experten am Zug.

Foto © Andreas Schöberl
Am Montag ging das Behördenverfahren zur Biogasanlage in Leoben über die Bühne. Beim Lokalaugenschein mit dabei: die Antragsteller - Vertreter der LE Gas - Anrainer und Gutachter des Verfahrens. Verhandlungsleiter Günther Rupp von der Fachabteilung 13a der Landesregierung, machte deutlich, dass für die Genehmigung der Anlage alle Anlagenteile bescheidkonform errichtet sein müssen und: "Sollte die Biogasanlage genehmigungsfähig sein und in Betrieb gehen, bin ich für eine kontinuierliche Überwachung", so Rupp. Und zwar durch externe Prüfer. Zu Beginn des Verfahrens gab der Verhandlungsleiter einen kurzen Rückblick über die bisherigen Ereignisse und kündigte für das Behördenverfahren Themenschwerpunkte an. Der erste stellte Befund und Gutachtenerstellung in Bezug auf die Veränderungen an der Biogasanlage in den Mittelpunkt. Konkret ging es dabei um die fünf geschlossenen Anlagenteile, die nicht bescheidkonform errichtet wurden. Beim zweiten Schwerpunkt ging es um Befund und Gutachten über diese Veränderungen plus der Einwendungen. Der dritte Teil hatte die Belästigungen der Nachbarschaft zum Inhalt. Dabei ging es auch um jene Missstände, die bei der Verhandlung am 10. Mai des Vorjahres Gegenstand waren. Etwa Lärm und diffuse Emissionen.
Bearbeitungsfähig
Johann Trumler, Sprecher der LE Gas, sprach von einer fairen Verhandlung und einem guten Verlauf. "Das Projekt Biogasanlage ist bearbeitungsfähig", erklärt Trumler. Das heiße aber noch nicht, dass es schon jetzt genehmigungsfähig sei. "Mit einem Genehmigungsbescheid ist zu rechnen, wenn alles fertig ist", so Trumler. Er gab auch zu verstehen, dass die LE Gas alle Auflagen erfüllen werde, und sie müsse auch noch einen Vorschlag für die von Rupp geforderte Kontrollinstanz einbringen.
Innerhalb der nächsten zehn Tage sind nun wieder die Sachverständigen am Zug. Sie müssen erneut ein Gutachten über die Belange des gestrigen Lokalaugenscheins erstellen.
Auch Helmut Fiausch, Sprecher der Bürgerinitiative "Gegen Gestank und Lärm", spricht von einem sachlichen Verhandlungsklima, aber: "Wir sind erst zufrieden, wenn es keine Genehmigung für die Anlage gibt. Denn wir haben keine Garantie, sollte die Anlage in Betrieb gehen, dass wir wieder die Luft haben, die wir seit der Abschaltung der Anlage, haben", so Fiausch.







